Änderung im Spielsystem bei Sportwetten

Änderung im Spielsystem bei Sportwetten

Für die Annahmestellen gibt es jetzt jede Menge Lektüre, denn von Oddset wurde ein dickes Handbuch zum neuen System ausgegeben. Die Mitarbeiter an den entsprechenden Stellen mussten sich dort nun binnen kürzester Zeit einlesen, ob die VerÄnderungen jedoch gleichzeitig auch verstanden wurden, bleibt vorerst noch abzuwarten.

Die Umstellung für die Annahmestellen ist groß und wie bei jeder großen Veränderung sieht die Situation für die Betroffenen erst einmal zum Verzweifeln aus, doch mit der entsprechenden Einarbeitung wird wohl langfristig die Umstellung des Systems bei Oddset kein Problem für die Angestellten sein.

Doch nicht nur die Anbieter müssen sich der Umstellung fügen, auch die Kunden werden sich sicherlich erst einmal an die Neuerungen gewöhnen müssen. Hierzu wird den Kunden entsprechendes Infomaterial bereitgestellt. Letztendlich ist die Umstellung für die Kunden von Vorteil, denn es können mehr Wetten gleichzeitig getippt werden.

Das System wird auch für die Kunden erst einmal schwer zu begreifen sein, jedoch erhoffen sich die Verantwortlichen, dass das System gerade mit dem Start der Bundesliga bei den Kunden gut ankommt. Der Zeitpunkt wurde exakt wegen dem Bundesligaanfang gewählt, denn hier werden zu dieser Zeit die meisten Sportwetten von Seiten der Kunden eingereicht.

Die Systemumstellung lässt jedoch nun auch Suchtexperten aufhorchen, denn hier wird vermutet, dass durch ein höheres Angebot auch die Nachfrage gesteigert wird. Eine höhere Nachfrage kann so langfristig zur Spielsucht führen. Experten gehen davon aus, dass das umfassendere Wettangebot dazu führt, dass mehr Spieler spielsüchtig werden.

Hessisches Innenministerium von Fachbeirat verklagt

Ein neues Vorhaben bezüglich des Lottospiels macht Hessen alles andere als Freude. Die Süddeutsche Zeitung hat berichtet, dass der von den Ländern ins Leben gerufene Fachbeirat Glücksspielsucht das Innenministerium von Hessen vor das Verwaltungsgericht in Wiesbaden gezerrt hat.

Der Fachbeirat erachtet die geplante Möglichkeit, Lottoscheine mit Hilfe des neuen E-Postbriefs der Deutschen Post zu ordern und zu versenden, als suchtgefährdend und nicht erlaubt. Dieser laufe dem Internetverbot im Glücksspielvertrag zuwider. Zudem hat es Hessen verpasst, die Expertenmeinungen des Fachbeirats einzuholen.

Die sieben Fachleute betrachten das hessische Vorhaben als sehr heikel, da es die Spielsucht noch fördere. Der E-Brief erlaube es einem Spielsuchtgefährdenden nur noch einmal seine vertraute und ungefährliche Umgebung hinter sich zu lassen, um sich in einer Filiale der Post zu registrieren, so steht es in der Klage. Danach sitzt er in regelmäßigen Abständen zuhause am PC und kann tippen.

So begünstige man eine einfache Flucht aus der Wirklichkeit, denn es bestehe kein zwingender Kontakt mehr zu Mitspielern und Lottoangestellten und so sinken auch die die Hemmschwellen. Der Juraprofessor aus Hannover Haltern, spricht von einem offensichtlichen Gesetzesbruch. Auch manche anderen Bundesländer sind über die alleinige Entscheidung in Wiesbaden erstaunt. Der Chef von Hessen Lotto hat sich über die eingereichte Klage sehr gewundert.

Er halte es für absolut unmöglich, dass durch das Angebot, eine höhere Suchtgefahr gegeben sei, denn das Tippen via E-Brief sei zwischen 23 Uhr und 6 Uhr ohnehin nicht möglich. Der Maximaleinsatz betrage in der Woche 250 Euro. Hier handelt es nur um eine minimale änderung am bislang normalen Versenden von Tippscheinen auf Papier. Die Post hat vor, ihren E-Brief in Kürze vorzustellen, danach soll das hessische Vorhaben soll dann sofort starten.