Bekämpfung der Spielsucht in Südtirol

Glücksspiel und damit verbunden die Spielsucht sind Themen, mit denen sich Verantwortliche in vielen Regionen beschäftigen. In Südtirol hat man bereits vor geraumer Zeit der Spielsucht den Kampf angesagt. Der Grund dafür sind weitreichende Folgen für die einzelnen Betroffenen und deren Angehörigen, aber auch für die gesamte Bevölkerung. Noch immer ist es das Ziel des Landes, das Glücksspiel weiter einzudämmen, um somit die Spielsuchtgefahr zu reduzieren.

Was bereits umgesetzt wurde:

  • Ausweisung bestimmter Regionen als sensible Zone (z.B. in der Nähe von Schulen und Kinder- und Jugendeinrichtungen)
  • Festlegung eines Mindestabstandes von Spielhallen zu Kinder- und Jugendeinrichtungen
  • Verwaltungsgericht hatte sich gegen zu rigide Vorschriften ausgesprochen im Zusammenhang mit dem Verbot von Video-Lotterie Terminals
  • Einleitung eines Berufungsverfahrens gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts vor dem Staatsrat

Rechts- und Begründungsmängel

Das Berufungsverfahren, welches nun eingeleitet wurde, wurde mit Rechts- und Begründungsmängeln gerechtfertigt. Aufgrund dessen sei die Anfechtung durch das Land durchaus gerechtfertigt so heißt es weiter. Bei diesem Fall handelt es sich um den zweiten ähnlicher Art. Es gab bereits einen weiteren Fall, bei dem das Land entschied gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts vorzugehen.

Im Sinne des Spielerschutzes

Das Vorgehen scheint sehr extrem zu sein, auf der anderen Seite wird entsprechendes Vorgehen im Sinne des Spielerschutzes gerechtfertigt. Man hat sich dementsprechend vorzugehen, das Glücksspiel auch in Zukunft weiterhin zu bekämpfen, um so den Schutz der Spieler gewährleisten zu können. Die Folgen der Spielsucht wurden bereits mehrfach aufgezeigt und sind erschreckend, vor allem im Zusammenhang damit, dass die Spielsucht sich weiterhin stetig ausbreitet.

Ist das Glücksspielgesetz doch unionsrechtskonform?

Ist das Glücksspielgesetz doch unionsrechtskonform?

Während die Branchenvertreter das Glücksspielgesetz abseits der staatlichen Monopolistin Casinos Austria noch als EU-rechtswidrig einstuften waren die Höchstgerichte sich diesbezüglich nicht ganz einig. Der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) hat nun mit einer Urteilsverkündung deutlich gemacht, dass hier von Einigkeit zwischen Richtern und Gerichtet tatsächlich keine Rede sein kann. Von Seiten des VwGH wurde die Strafe eines Tiroler Automatenherstellers nun aufgehoben, womit das Gericht wiederum das Glücksspielgesetz für unionsrechtskonform erklärte.

Die Entscheidung des VwGH ist am 16. März 2016 gefallen. Der Entschluss schaffte jedoch keine Klarheit, sondern löste weitere Verwirrung aus, sowohl bei den Glücksspielunternehmen, als auch bei den Spielern und bei den Gerichten selbst. Anlässlich der Entscheidung von Seiten des VwGH sah der Oberste Gerichtshof (OGH) sich gezwungen, noch einmal deutlich zu machen, dass das Gesetz verfassungswidrig sei und zudem gegen das EU-Recht verstoße.

Das Höchstgericht des OGH rief deswegen sogar das VwGH an, welches das Gesetz kippen sollte. Letztendlich wurde dann vom VwGH die Entscheidung getroffen in diesem Fall, dass die Strafe für den Automatenaufsteller aus Tirol nicht rechtens sei und daher zurückgezogen werden müsse, da bereits bei der ersten Verhandlung hätte geklärt werden müssen, ob das Glücksspielgesetz mit EU-Recht vereinbar ist.

Wird das Glücksspielgesetz nun gekippt?

Innerhalb der Branche besteht auf der einen Seite Unsicherheit, auf der anderen Seite ist man jedoch auch gespannt darauf, was dieser Fall in Bezug auf die Gesetzgebung bewirken kann. Branchenmitglieder rechnen damit, dass das Glücksspielgesetz von Seiten des VwGH gekippt werden könnte.

Erfolgreiche Razzien in Tirol

Erfolgreiche Razzien in Tirol

Verantwortlich für die Umsetzung der erfolgreichen Razzien waren die Finanzpolizei, die Polizei und die Bezirksverwaltungsbehörden. Die Razzien wurden als erfolgreicher Schlag gegen das illegale Glücksspiel gewertet, denn bei der Untersuchung von mehr als 50 Betrieben konnten zusammengefasst mehr als 110 illegale Spielgeräte sichergestellt werden.

Innsbruck als Tiroler Hotspot des illegalen Glücksspiels

Neben der Beschlagnahmung der illegalen Spielgeräte hatte die Razzia für einige Betriebe weitere Folgen. Insgesamt wurden von Seiten der Behörden 40 Anzeigen aufgrund von übertretungen nach dem Glücksspielgesetz ausgesprochen. Des Weiteren wurden direkt vor Ort vier Betriebe unmittelbar komplett geschlossen, zwei weitere Betriebe mussten Teilschließungen vornehmen. Weitere Schließungsandrohungen wurden von Seiten der Behörden im Zuge der Razzia ausgesprochen. Nur durch die Zusammenarbeit von Finanzpolizei, Polizei und Behörden konnte nach Angaben der Beteiligten eine solch groß angelegte Razzia so erfolgreich durchgeführt werden.

Wie anderenorts auch gibt es auch in Tirol Regionen, in denen das Angebot von illegalem Glücksspiel besonders beliebt zu sein scheint. Einer der Orte, in dem die Geschäfte mit dem illegalen Glücksspiel blühen ist Innsbruck. Doch auch in der Stadt Kufstein blühte das Geschäft mit den illegalen Glücksspielmachenschaften. Für die Behörden, die an der Aktion beteiligt waren, ist die Tatsache erschreckend, dass es so viele illegale Glücksspielangebote in Tirol gibt, eigentlich fast jeder darüber Bescheid weiß und dennoch kaum etwas dagegen unternommen wird. Dies soll sich in Zukunft ändern, denn nach Angaben der Behörden seien für die Zukunft weitere Aktionen dieser Art geplant.

"Die grosse Antonia aus Tirol Show" im "Mandalay Bay"-Hotel

"Die grosse Antonia aus Tirol Show" im "Mandalay Bay"-Hotel

Als weibliches Pendant zu dem Sänger Anton aus Tirol hat sich Antonia in den vergangenen Jahren zur Entertainment Grö?e herausgearbeitet, kein Wunder also, dass sie nun in die gro?e, weite Welt hinaus will.

Im April soll die erste Show "Die gro?e Antonia aus Tirol Show" im "Mandalay Bay"-Hotel auf dem Sunset Strip in Las Vegas präsentiert werden. Für die Sängerin ist dies eine ganz besondere Chance und ein gro?er Schritt auf der eigenen Karriereleiter. Es wurde bereits angekündigt, dass die Show mit Feuerwerk, ausgefallenen Outfits und spannenden Songs überzeugen soll. Antonia verspricht mit ihrer Show viel Abwechslung, Action und Entertainment nach Las Vegas zu bringen. Genau der richtige Ort, um auf diese Art und Weise im Entertainment-Sektor zu überzeugen.

Entertainment-Qualitäten in Las Vegas

Der Startschuss für die Show wird am 17. April 2015 fallen. Fans der Sängerin dürfen eine actiongeladene Show erwarten mit einem riesengro?en Bühnenbild, LED-Lichtern und Videos im Hintergrund. Die Sängerin machte deutlich, dass sie bei der Show in Las Vegas mehr als nur Singen, nämlich die Fans von ihren Entertainment-Qualitäten überzeugen will. Mit dieser Einstellung ist die Sängerin aus Tirol in Las Vegas wohl genau richtig. Besucher der WSOP sollten sich dieses Highlight im nächsten Jahr nicht entgehen lassen und sich selbst von den Entertainment-Qualitäten der Sängerin überzeugen.

(Bildquelle: mallorca-blog)

Illegales Glücksspiel in Tirol verdoppelt

Illegales Glücksspiel in Tirol verdoppelt

Das illegale Glücksspiel floriert in Tirol und die Kontrollen gestalten sich vor Ort schwierig. Das boomende Geschäft mit den illegal aufgestellten Spielautomaten lässt sich schwer unterdrücken und somit stellt das illegale Glücksspiel in Tirol weiterhin ein großes Problem dar.

Durch die Recherche der Internetplattform Spieler-Info.at wurde festgestellt, dass sich die Anzahl der illegal aufgestellten Spielautomaten in Tirol im vergangenen Jahr fast verdoppelt habe. Die Plattform hat sich den Kampf gegen das illegale Glücksspiel auf die Fahnen geschrieben. Durch das privat finanzierte Unternehmen wurde für Tirol eine Auflistung der illegal aufgestellten Automaten vorgenommen. Das Ergebnis ist erschreckend: insgesamt 296 illegal aufgestellte Geldspielgeräte wurden verzeichnet, die sich an insgesamt 79 Standorten befinden.

Die gesetzlichen Regelungen in Tirol geben das Verbot des kleinen Glücksspiels vor. Unter das kleine Glücksspiel fallen Spielautomaten, an denen sich ein maximaler Gewinn in Höhe von 1000 Euro realisieren lässt. Das Verbot scheint jedoch nicht überall vor Ort ernst genommen zu werden, denn wie sonst lässt sich die Verdopplung der illegal aufgestellten Spielautomaten im vergangenen Jahr erklären?

Spielsuchtgefahr beim kleinen Glücksspiel

Das kleine Glücksspiel ist in Tirol gesetzlich verboten. Begründung hierfür ist die belegte Spielsucht, die durch das Spielen an blinkenden Geldspielgeräten schwerer zu kontrollieren ist. Studien zeigten in der Vergangenheit bereits auf, dass die Spielsucht oftmals auch an Spielautomaten beginnt. Für die Betreiber ist das Geschäft mit den Glücksspielautomaten natürlich besonders positiv, denn damit können hohe Einnahmen generiert werden. Im Falle der illegalen Automatenaufstellung haben die Betreiber nicht einmal Steuern zu zahlen, wodurch die Einnahmen für die Anbieter noch viel lukrativer sind.

Die Betreiber haben sich im Laufe der Jahre Tricks angeeignet, mit denen die illegale Spielautomatenaufstellung vertuscht und von Seiten der Behörden nur schwer kontrolliert werden kann. Mit Hilfe von Fernbedienungen können die Betreiber im Falle von Behördenkontrollen die Spielgeräte einfach abschalten, wodurch diese nicht in Betrieb sind und daher kein Gesetzesverstoß angekreidet werden kann.

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