Zocker verklagt Spielhallenbetreiber um 15 000 Euro

Zocker verklagt Spielhallenbetreiber um 15 000 Euro

An dem Softwarebetrug waren Mitglieder der Mafia sowie auch einige Spielhallenbetreiber beteiligt. Die betrogenen Spieler merkten währenddessen von dem Betrug nichts. Erst durch eine groß angelegte Razzia der Polizei und anschließenden Medienberichten, erfuhren Spieler davon, dass die betrogen wurden. So erging es auch dem Spieler Tolga Tevkan (29), der nun eine Summe in Höhe von 15.000 Euro von dem Spielhallenbetreiber zurückfordert.

Der Spieler Tolga Tevkan gibt an, dass er im Laufe der Zeit, als der Betrug stattfand, etwa 25.000 Euro an den manipulierten Spielgeräten verloren habe. Aufmerksam wurde er auf den Betrug erst, als er eines Abends seine Oberhausener Stammspielhalle betrat und die Automaten durch die Polizei versiegelt waren. Von Seiten des Betreibers wurde auf seine Nachfrage hin angegeben, dass es technische Probleme gebe. Zwei Tage später erfuhr Tevkan durch die Medien, dass die Spielhallen-Mafia dafür verantwortlich war, denn die Polizei hatte bei einer Großrazzia alle Geräte aus dem Verkehr gezogen, die von der Computermanipulation betroffen waren. Bundesweit wurden von Seiten der Polizei insgesamt 125 Wohnungen und Spielhallen durchsucht.

Spielerklage mit Forderung

Tevkan erstattete aufgrund dessen nun Anzeige und fordert von Seiten der Spielhallen-Kette einen Teil seiner Einsätze zurück, genau 15.000 Euro in diesem Fall. Nach eigenen Angaben habe der Spieler in dem angegebenen Zeitraum eine Summe in Höhe von 25.000 Euro verspielt. Sein Anwalt gibt an, dass er Chancen habe, ein Teil seines Einsatzes zurückzuerhalten, weil er durch das Spielen an den Automaten mit dem Betreiber einen Vertrag eingegangen sei, der durch die Manipulation anfechtbar wurde.

Einzige Schwierigkeit sei laut Angaben des Anwalts das Nachweisen des Spieleinsatzes, hier versuche man mit Kontoauszügen und Zeugenaussagen deutlich zu machen, wie viel Geld von Seiten Tevkans tatsächlich verspielt wurde. Der Geschädigte gibt an in Zukunft kein Geld mehr in das Glücksspiel investieren zu wollen, denn diese Aktion habe ihm selbst die Augen geöffnet.

(Quelle:bild.de)