Deutsches Lottoangebot in Polen

Deutsches Lottoangebot in Polen

Im Kern geht es eigentlich darum, den Markt für private Anbieter zu öffnen. Würde eine bundesweite Marktöffnung durchgesetzt, dann würde dies auch das Lottomonopol angreifen. Die Chefin des Deutschen Lotto- und Totoblocks, Marion Caspers-Merk, kündigt nun an das Geschäftsfeld zu erweitern und sich als erfahrener Anbieter das Lottomonopol für Polen zu sichern.

In Polen war erst am Jahresanfand die Rede davon, dass das Online Glücksspiel vor Ort reguliert werden soll. Von Seiten des Deutschen Lotto- und Totoblocks ist es nun geplant, sich vor Ort das Lottomonopol zu sichern. Für polnische Lotterieanbieter würde dies bedeuten, dass sie vom Markt verdrängt würden. Für den Anfang soll das deutsche Lottoangebot, bestehend aus Lotto, Toto, dem Eurojackpot, den verschiedenen Zusatzlotterien und Keno, erst einmal nur in der Online Variante angeboten werden. Hierfür bietet sich die neu designte Webseite sehr an, auf die Caspers-Merk besonders stolz zu sein scheint.

Verhandlungen laufen bereits

Für die Realisierung dieser Pläne sind noch einige vertragliche Regelungen offen. So soll Caspers-Merk bereits in direkten Verhandlungen stehen, bei denen es schon um Details wie die Einführung des deutschen Lottoangebots in Polen geht. Neben der Erweiterung des Monopols würde das Lottomonopol in Polen außerdem bedeuten, dass Deutschland und Polen näher zusammenrücken würden.

Wenn das Online Angebot dann vor Ort erfolgreich ist, ist es außerdem geplant, die deutschen Lotto-Annahmestellen auch in Polen anzubieten, so dass Lotto vor Ort sowohl online als auch mit dem Ausfüllen von Scheinen und Abgeben bei entsprechenden Einrichtungen in der offline Variante angeboten werden würde.

"Pro Ehrenamt" für den deutschen Lotto- und Totoblock

"Pro Ehrenamt" für den deutschen Lotto- und Totoblock

Mit der Verleihung wurde auch deutlich gemacht, dass diese Auszeichnung verdient an den Deutschen Lotto- und Totoblock gehe, da dieser in den vergangenen Jahren durch die Förderung des Sports in Deutschland und durch die ehrenamtlichen Strukturen der insgesamt 90.000 Vereine deutlich überzeugt habe. Die Auszeichnung wurde durch den Vizepräsidenten Breitensport / Sportentwicklung Walter Schneeloch übergeben.

Voller Stolz wurde die Auszeichnung durch die derzeitigen Federführer des DLTB, Michael Burkert und Peter Jacoby, bei der 12. DSOB-Mitgliederversammlung entgegen genommen. Der Preis wird jedoch von den Vertretern des Deutschen Lotto- und Totoblocks entgegen genommen, sondern darüber hinaus machten die beiden Vertreter darauf aufmerksam, dass der Preis an alle ehrenamtlichen Helfer gehe, die viel Zeit in die Bereiche Sport, Kultur, Umwelt- und Denkmalschutz wie auch im Sozialen investieren. Die 16 Lotteriegesellschaften des Deutschen Lotto- und Totoblocks agieren als Pate mit finanzieller Unterstützung für das Ehrendamt in Deutschland. Hierzu werden pro Jahr etwa 2,8 Mrd. Euro in entsprechende Projekte zu Gunsten des Gemeinwohls investiert.

(Bildquelle: isa-guide.de)

Telekom auf gleicher Stufe mit illegalen Glücksspielanbietern

Telekom auf gleicher Stufe mit illegalen Glücksspielanbietern

Genau dies stieß jedoch beim Deutschen Lotto- und Totoblock sauer auf, denn damit würde das Unternehmen sich auf die gleiche Stufe stellen, wie die illegalen Glücksspielanbieter. In Deutschland ist es nur den Anbietern gestattet Sportwetten anzubieten, die über eine deutsche Lizenz verfügen. Es sollten bereits 20 Lizenzen vergeben werden, doch dieses Verfahren liegt aktuell aufgrund von Klagen auf Eis.

Nichtsdestotrotz plant die Telekom das eigene Sportwettenangebot noch in diesem Jahresquartal zu präsentieren. Damit würde das Unternehmen jedoch gegen die deutsche Gesetzgebung verstoßen. Das Verhalten deute nach Meinung des Deutschen Lotto- und Totoblocks darauf hin, dass es der Telekom in dieser Sache ausschließlich um das Geschäft gehen kann.

Wettbewerbsverzerrungen müssen gestoppt werden

Neben der deutlichen Beschwerde von Seiten des Deutschen Lotto- und Totoblocks stellt dieser zudem eine ganz klare Forderung an die Bundesregierung. Es wird verlangt, dass diese in diesem Fall einschreitet. Glücksspielanbieter haben generell die Verpflichtung, sich für den Spieler- und Verbraucherschutz einzusetzen. Um dies als Glücksspielanbieter gewährleisten zu können, müsse man sich, nach Meinung des Deutschen Lotto- und Totoblocks, an die geltenden Richtlinien und Gesetze des Landes halten. In diesem Fall versucht die deutsche Telekom jedoch eben die bestehende Gesetzgebung zu umgehen, indem man die österreichische Glücksspiellizenz des Geschäftspartners als Erlaubnis angibt, das Glücksspielangebot in Deutschland präsentieren zu können.

Der DLTB machte ferner deutlich, dass auch die Lotteriegesellschaft auf die Lizenzvergabe im Bereich der Sportwetten warten. Doch die Wartezeit wird gleichzeitig nicht dazu genutzt, um die Gesetzgebung mit faulen Tricks zu umgehen. Durch eine eben solche Handlungsweise entstehen aktuell aufflammende Wettbewerbsverzerrungen. Gegen diese plant der DLTB weiterhin vorzugehen, um so Gerechtigkeit in dieser Angelegenheit zu schaffen.

2010 war für viele Menschen ein gutes Jahr

Glücksspiel kann richtig lohnenswert sein, besonders war dies im letzten Jahr für rund 120 Menschen in der Bundesrepublik der Fall. Denn sie wurden durch das Lottospiel reich. So schreibt es der Deutsche Lotto- und Totoblock.

Obwohl weniger in das Spiel investiert wurde, gab es trotzdem einen Millionär mehr als 2009. Die glücklichen Millionäre waren in allen Spielformen zu finden, doch die meisten fanden sich im klassischen Lotto. Hier gab es 65 Gewinner, die die Million einheimsten. Es gab 346 Sechser und 42 davon schafften es sogar die richtige Zusatzzahl zu tippen.

Im Jahr 2010 gab es insgesamt rund 370 Millionen Euro zu gewinnen. Im Laufe von 10 Ziehungen sammelte sich der höchste Jackpot überhaupt im Lotto an, 21,2 Millionen Euro. Dieser bringt den Hauptgewinn in die ewige Bestenliste, die 1955 eingerichtet wurde und belegt hier den neunten Rang.

Dieser Gewinn ging an zwei Spieler aus den benachbarten Bundesländern Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Der danach folgende Jackpot 2010 betrug 20,9 Millionen Euro. Der Präsident von Lotto Bayern gibt an, dass es im Gegensatz zu 2009 weniger große Jackpots gezahlt worden seien, so kann auch begründet werden, warum das Interesse an Lotto sank.

Im letzten Jahr flossen 7,2 Millionen Euro weniger in die Lotterie als in 2009, was auch, so der Präsident mit dem steigenden Wechsel der Spieler zu unrechtmäßigen Betreibern im Netz zu erklären ist. Der Kampf gegen solche Angebote ist dem Präsidenten zufolge noch nicht ausreichend, aber dennoch sei es seinem Block gelungen, zahlreiche Menschen zu Millionären zu machen.

Ein Teil der Erträge kommen dem Gemeinwohl wie Sportverbänden und soziale Institutionen zugute. Doch auch die Kultur sowie der Schutz von Umwelt und Denkmälern kommen nicht zu kurz dabei. Die Einzahlungen der Spieler betrugen im letzten Jahr über 3 Milliarden Euro.

Beim Lotto um beim vieldiskutierten Glücksspielvertrag werden nach wie vor große Beträge für den Deutschen Lotto- und Totoblock von Belang bleiben. Dieses Jahr soll ein interessantes Jahr in der Weichenstellung werden, so der Präsident in Bezug auf die kommende Neustrukturierung des Vertrags. Wie diese aussehen soll, ist noch unklar.