Krise bei österreichischem Unternehmen

Die Auslandsfiliale der Casinos Austria schrieb im letzten Jahr dunkelrote Zahlen. Sie musste einen Verlust von mehr als 35 Millionen hinnehmen, nachdem man im Vorjahr einen Gewinn von rund 13 Millionen Euro eingefahren hatte.

Diese Tendenz war schon bei den halbjährlichen Zahlen im August ersichtlich, hier war die ausländische Firmentochter von einem Verlust von mehr als 14 Millionen betroffen. Dieser wurde im folgenden halben Jahr mehr als um das Zweifache gesteigert.

Das Mutterunternehmen gab bekannt, dass man schon im letzten Quartal des vorangegangenen Jahres ein Programm zur Effizienzsteigerung der Tochterfirma auf den Weg gebracht habe. In einer kürzlich stattgefundenen Sitzung bekräftigte der Aufsichtsrat die Beibehaltung und Ausdehnung des Rettungsprogramms seitens des Vorstands der Casinos Austria International, den Herren Herzfeld und Leutgeb.

So sind die Diskussionen um die zukünftige berufliche Situation der beiden Vorstände bereinigt. Das Resultat im Hinblick auf Zinsen und Abgaben soll im kommenden Jahr wieder in die schwarzen Zahlen gelangen und im Jahr darauf möchte die Firma wieder einen Reingewinn ihr Eigen nennen.

Die Tochtergesellschaft hatte lange eine gute Zeit, hier wurde nicht so sehr darauf geachtet, wohin die finanziellen Mittel flossen. Damit ist nun endgültig Schluss, denn nun werden die Portfolios im Hinblick auf die Beteiligung mit dem Schwerpunkt Anteile genauestens überprüft und man will die Möglichkeit von Synergien in Anspruch nehmen, so der Sprecher des Konzerns.

Hier möchte man auch Arbeitsstellen reduzieren. Gerade in Europa, wo das hauptsächliche Geschäft der Casinos Austria International liegt, hatte man in der vergangenen Zeit große Probleme. Dies begründet man mit dem verschlechterten Konsumumfeld, den Rauchverboten und den Glücksspielbetreibern im Netz, die juristisch nicht fassbar sind.

Ungeachtet dessen hat die Tochterfirma der Casinos Austria voriges Jahr 50 Millionen Euro in Europa gesteckt. Die Summe wurde für die Renovierung der Brüsseler und Hannoveranischen Spielbanken verwendet. Hiervon wurde auch die Eröffnung des Standorts im schottischen Glasgow finanziert. Dies war das erste Tätigkeitsfeld der Tochterfirma in Großbritannien.

Die Tätigkeiten in anderen Erdteilen wie Südamerika, Nordamerika und Australien hätten sich erweitert. Die Casinos Austria sind in das Management vierer Casinos in Argentinien, zweier Spielstätten in Australien, sowie je in einem Casino in Chile und Kanada involviert.

Das Tochterunternehmen des österreichischen Konzerns leitet 38 Spielstätten auf den Kontinenten und noch sechs andere Spielstätten befinden sich auf Kreuzfahrtschiffen.