Auftrieb für Macau

Auftrieb für Macau

Die die Besucher- und Umsatzzahlen in den vergangenen Monaten in Macau jedoch deutlich zurückgegangen sind, muss erneut an dem Auftrieb der Stadt gearbeitet werden. Hier soll das Projekt Studio City in Macau seinen Teil dazu beitragen. Das neue Las Vegas in der Mitte von Macau soll Touristen anlocken und für Las Vegas zur ernsthaften Konkurrenz werden. Die Studio City soll direkt am Cotai Strip in Macau entstehen.

Das asiatische Las Vegas soll nach Angaben von Architekten und Bauplanern nicht wie Las Vegas aussehen, sondern eher wie Gotham City aus dem Film Batman. Für das Megaprojekt sind ein Entertainment Center, welches bis zu 5.000 Menschen aufnehmen kann, das Riesenrad Golden Eye als höchstes Riesenrad Asiens und zahleiche Casinos und Unterhaltungseinrichtungen vorgesehen. Neben dem Glücksspiel sollen in der Studio City auch Musicals, Event Shows, Konzerte oder Sportveranstaltungen organisiert werden. Es sind viele Highlights geplant, die für die Touristen aus aller Welt von Interesse sein könnten.

Milliardenprojekt mit Zukunftsaussichten

Für das Megaprojekt ist eine Investition in Höhe von drei Milliarden Euro geplant. Aktuell arbeiten die Verantwortlichen noch an der Umsetzung des Baus, welcher im Stil von Gotham City gehalten werden soll. Hierzu haben die verantwortlichen sich mit der Produktionsfirma aus Hollywood, Warner Brothers, zusammengeschlossen, um möglichst viele Szenen aus Gotham City in den Bau der Studio City mit einzubinden.

Casino Betreiber Las Vegas entscheidet sich für Bitcoin

Casino Betreiber Las Vegas entscheidet sich für Bitcoin

Die Umsatzzahlen der beiden Komplexe stiegen direkt in die Höhe und so zeigt dies dem CEO der beiden Hotels, Derek Stevens, dass in dieser Sache die richtige Entscheidung getroffen wurde.

In den beiden Hotels D Las Vegas Casino Hotel und Golden Gate Hotel & Casino werden seit Januar 2014 Bitcoins akzeptiert. Von den beiden Hotels generiert das D Las Vegas die meisten Bitcoin Zahlungen. Stevens macht deutlich, dass die Tatsache, dass sich die Hotelkomplexe im Technologiezentrum von Las Vegas befinden, Grund genug dafür war, Bitcoin als Zahlungsmethode einzuführen und dies scheint bereits jetzt betrachtet genau die richtige Entscheidung gewesen zu sein.

Restaurant mit Zahlungen in Bitcoins

Doch nicht nur in den Casinos werden die Zahlungen mit Bitcoin genutzt, vor allem in dem hoteleigene "Low-Cost" Restaurant American Coney Island konnte seit der Einführung der digitalen Währung ein starker Umsatzanstieg verbucht werden. Auch in den beiden anderen Restaurants, dem Joe Vicaris Andiamo Italian Steakhouse und dem the D Grill werden die Bitcoins genutzt, aber bei weitem nicht so viel wie in dem "Low Cost" Restaurant, in dem die Besucher amerikanische Spezialitäten serviert bekommen.

Der CEO geht davon aus, dass die Besucher die Bitcoins vor allem dann nutzen, wenn nur kleine Beträge gezahlt werden müssen. Aktuell scheint die Bitcoin-Community in Las vegas stark zu wachsen, für die beiden Hotel und Casino-Komplexe also genau der richtige Zeitpunkt, um sich die digitale Währung in die eigenen Häuser zu holen.

Kampf gegen illegales Glücksspiel und Korruption in China

Kampf gegen illegales Glücksspiel und Korruption in China

Diese Einbrüche in Macau sind dem Plan der Politiker zuzuschreiben, die vermehrt gegen Korruption und illegales Glücksspiel in China vorgehen. Mit der Hinrichtung des bekannten Milliardärs Liu Wei, der als Tycoon Kopf einer Bande bekannt war, die mit illegalen Casinos und Waffenschmuggel ihr Geld verdienten, setzte die Regierung nun erneut ein eindeutiges Zeichen.

In China gibt es kriminelle Banden, die als Tiraden bekannt sind, die gerade in Bezug auf das illegale Glücksspiel oftmals ihre Hände im Spiel haben. So sorgten eben diese Banden unter Anderem dafür, dass die VIP-Spieler in Macau eingeflogen wurden und vor Ort für hohe Umsatzzahlen sorgten.

Durch eine Kampagne der Politiker sollte damit jedoch Schluss sein und tatsächlich war in Macau bereits eine Veränderung zu bemerken, denn die VIP-Spieler machten in den vergangenen Monaten einen großen Bogen um das Glücksspielparadies Macau. Die Hinrichtung des reichsten Menschen Chinas, Liu Wei, sorgte nun weltweit für Aufsehen. Sein Vermögen in Höhe von etwa 5,66 Milliarden Euro, soll der Tycoon sich mit Energiekonzernen, Immobilien und Rohstoffen erwirtschaftet haben.

Drastische Maßnahmen im Kampf gegen das illegale Glücksspiel

Der Milliardär Liu Wie soll neben den Standardgeschäften als Bandenchef auch seine Finger beim illegalen Glücksspiel im Spiel gehabt haben. Die Bande habe das meiste Geld mit illegalem Glücksspiel und Waffenhandel verdient. In China wurde mit der Hinrichtung des Bandenchefs nun ein eindeutiges Zeichen gesetzt. Die Politiker warnen davor, weiterhin Geschäfte im Bereich des illegalen Glücksspiels zu betreiben. Auch ausländische Anbieter sollen zukünftig verfolgt werden, auch wenn hier die Maßnahmen von Seiten der Regierung weniger drastisch ausfallen sollen.

Das Ende der Erfolgsgeschichte in Macau

Das Ende der Erfolgsgeschichte in Macau

Macau hängte in den vergangenen Jahren sogar das Glücksspielmekka Las Vegas ab, welches bis dahin als absoluter Vorreiter in Sachen Glücksspiel bekannt war. Die letzten Bilanzen aus Macau zeigten jedoch eine ganz andere Tendenz. Die Umsätze fielen ab und nun herrscht Unsicherheit bei den Betreibern in Macau vor.

Zu Beginn des Jahres 2014 sahen die Zahlen erst anfangs noch sehr gut aus, doch seit dem Monat März brachen die Zahlen immer weiter ein, bis hin zum Dezember, wo ein besonders hoher Einbruch der Zahlen in Macau zu verkraften war. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich daher der Jahresumsatz um 2,6 Prozent. Seit dem Jahr 2005 war bisher in Macau noch kein Umsatzrückgang vermerkt worden. Doch nicht nur die Umsatzzahlen in Macau mussten Einbrüche hinnehmen, auch die Aktienkurse litten in den vergangenen Monaten unter den Veränderungen in Macau.

Gründe für die roten Zahlen

Ein Hauptgrund für den Rückgang der Zahlen wird in der politischen Situation in Macau gesehen und dem damit verbundenen Ausbleiben der VIP-Spieler in den Casinos. Der Präsident Xi Jinping hatte bereits zu Beginn seiner Amtszeit angekündigt, einen Feldzug gegen die Korruption im Land einzuleiten.

Genau dieser Plan wurde bereits teilweise in die Tat umgesetzt, man konzentrierte sich zunehmend auf Macau und dies wiederum hielt die VIP-Spieler vor Ort vom Spielen ab. Andere Glücksspielmetropolen wie Las Vegas zum Beispiel nutzten die Gunst der Stunde den teuren Spielern eine Reise in die USA schmackhaft zu machen und hier vermehrt auf die VIP-Angebote zu setzen.

(Bildquelle: spiegel.de)

Das Aus für die Flughafenspielbank in Frankfurt

Das Aus für die Flughafenspielbank in Frankfurt

Damit waren nicht nur die Einnahmen der Spielbank für die Unternehmer zu gering, sondern auch die Stadt Frankfurt profitierte nicht mehr von dem Angebot des Casinos. Die Tore der Spielbank am Flughafen Frankfurt sollen zum Ende des Jahres final geschlossen werden.

Der Betreibervertrag mit der Stadt Frankfurt wurde von Seiten der Spielbank Frankfurt GmbH zum Ende des Jahres vorzeitig gekündigt. Für Frankfurt bedeutet dies, dass am Flughafen keine Glücksspiele mehr in dem Casino angeboten werden. In der Vergangenheit hatten Reisende die Möglichkeit, sich die Wartezeiten mit Roulette, Blackjack und weiteren Glücksspielen zu vertreiben. Dies wird nun ab dem nächsten Jahr vor Ort nicht mehr möglich sein. Schon im Sommer dieses Jahres wurden die Verträge mit den Mitarbeitern aufgekündigt, sodass sich die Entwicklung der Spielbank auch für die Angestellten frühzeitig abzeichnete und diese so die Chance hatten, sich um eine neue Beschäftigung zu kümmern.

Wird der Flughafenstandort beibehalten?

Seegert macht deutlich, dass die Pläne des Unternehmens leider nicht aufgegangen seien. Die Besucher- und Umsatzzahlen erreichten bei weitem nicht die angestrebten Ziele des Unternehmens. Die Geschäftsführer hatten auf das zahlungskräftige, internationale Publikum am Flughafen gehofft, doch hier machte die Lage des Casinos den Unternehmern einen Strich durch die Rechnung.

Internationale Gäste würden sich vorrangig im Bereich A und am Terminal 1 aufhalten, die Lage des Casinos befindet sich allerdings im Bereich B. Das Publikum im Casino war daher bei weitem nicht so zahlungskräftig, wie von Seiten der Unternehmer erwartet wurde.

Nach Voraussetzung der Lizenz durften im Casino ausschließlich Gäste mit Flugticket bedient werden, andere Kunden mussten von Seiten des Casinos abgewiesen werden. Bisher ist nicht klar, ob der Standort weiterhin für Glücksspielangebote genutzt werden wird. Während die Betreiber die Stadt gebeten haben, den Standort beizubehalten, zeigte diese bisher kein großes Interesse daran, am Frankfurter Flughafen weitern Glücksspiele anzubieten.