Ist das deutsche Lotto dem Untergang geweiht?

Ist das deutsche Lotto dem Untergang geweiht?

In den ersten vier Monaten des Jahres 2012 sank der Gewinn der bekannten Lottoformen im Gegensatz zu dieser Zeit im letzten Jahr um rund 7 Prozent, was einem Verlust von 200 Millionen Euro für die Lotterien entspricht und dies bereits seit dem aktuellen Jahr.

Ungeachtet der Etablierung des neuartigen "Eurojackpots" einer Superjackpot-Lotterie, ging die Negativserie weiter. Die Lotteriegesellschaften erwarteten, dass mit dieser neuen Lotterie die Verlustsummen der letzten vier Jahre, seitdem der zweifelhafte Glücksspielvertrag in Kraft tat, wieder eingeholt werden. Der "DLTB" ("Deutscher Lotto- und Totoblock") ging von Extraeinnahmen von 24 Millionen pro Woche durch den neuen Jackpot aus.

Es steht aber fest, dass seit der Jackpot da ist, alle beteiligten Staaten lediglich 11 bis 13 Millionen Euro in Europa im Schnitt eingenommen haben. Die Lotterie zieht keine neuen Spieler an, sondern sorgt bei den eingesessenen Tippern von normalem Lotto für Verwirrung. Als Konsequenz tritt eine Verschiebung der Spieleinsätze ein, die vom normalen Lotto in Deutschland wegführt und zum neuen Jackpot oder anderen Formen des Glücksspiels hingeht.

Diese Misere ist dem Glücksspielvertrag geschuldet, welcher seit vier Jahren die Reklame und die Bereitstellung der Lotterien, speziell mithilfe von Vermittlern aus dem privaten Bereich, massiv begrenzt. Dies begründet man mit der Vorbeugung der Spielsucht. Eine Verbesserung der Lage ist nicht zu erkennen, da auch der neuentworfene Vertrag, den die 15 Bundesländer ungeachtet des massiven Tadels der Kommission der EU abgesegnet haben und der im Juli dieses Jahres gültig wird, die Bereitstellung von Lotto in der Bundesrepublik genauso stark einschränkt.

Dies wird auch bei den ersten Skizzen zu den Regelungen im Netz deutlich, mit ihnen werden wichtige Möglichkeiten, das Glücksspiel zu Lotterien zu bringen, welche keine Suchtgefahr haben, vergeben. Vermittler von Lotterien auf gewerblicher Basis waren gezwungen, ihre Arbeit mittlerweile drastisch zu begrenzen oder ganz auf Eis zu legen. Bis zur Etablierung des Vertrags mithilfe der Reklame und neuartigen Offerten haben sie maximal ein Fünftel der Gewinne in den Lotteriegesellschaften mit staatlichen Zulassungen eingebracht.

Nun befürchten sie, dass das Lotto in der Bundesrepublik einen großen Teil seiner Akzeptanz einbüßen muss. Der Vorsitzende des "Deutschen Lottoverbandes" erklärte, dass die Bundesländer keine neuen Kenntnisse erwerben wollen. Ohne Reklame und das World Wide Web wird das Lotto immer weniger zur Kenntnis genommen und auf das Abstellgleis geschoben.

Dies wird auf traurige Art durch die Tatsache bewiesen, dass seit fünf Jahren die Gewinne in den Lotterien um mehr als ein Viertel gesunken sind, was rund 15 Milliarden Euro entspricht. Dies geht zu Lasten der Empfänger aus den Bereichen Sport, Wohlfahrt und Kultur und auch der Kioske im Bereich Lotto, welche die Erträge dringend brauchen.

Ihnen wurde gesagt, dass der neue Jackpot als Retter aus der misslichen Lage gelten wird. Das Lotto wird aber nicht gerettet, sondern geht weiterhin den Bach hinunter.

Das Spiel ist aus – Game over für Spielautomaten

Gerade in der letzten Zeit öfter im Gespräch sind vor allen Dingen die vielerorts beliebten und oft benutzen Spielautomaten, die in der heutigen Zeit fast überall zu finden sind. Es gibt richtige Automatencasinos, aber auch vereinzelte Spielautomaten in Gaststätten, Rasthöfen und Kneipen.

Überall sorgen meist die Aufmachung der Geräte und die blinkenden Lichter für die Aufmerksamkeit der Kunden und natürlich auch vorrangig die Chance auf schnelle Gewinne. Durch die Gegebenheiten haben gerade diese Automaten bei den Menschen oft zur Spielsucht geführt. Diese Suchtgefahr soll nun minimiert werden und daher sollen im Rahmen der Neuregelungen des Glücksspielstaatsvertrages neue Regeln für die Spielautomaten mit einbezogen werden. Geredet wird vor allem von stärkeren Kontrollen und härteren Auflagen.

Im Gespräch in Bezug auf die Neuregelungen bezogen sind bisher Vorschläge gefallen, die zum Beispiel das Verbot von Mehrfachkonzessionen beinhalten. Darüber hinaus soll das Anbieten von verschiedenen Glücksspielformen in einem Spielcasino verboten werden. Es gibt derzeit Auflagen für die Automatencasinos, die zum Beispiel die Anzahl der Spielautomaten unter einem Dach auf 12 begrenzen,doch bisher wurden auch immer Schlupflöcher gefunden, so wie auch die Mehrfachkonzessionen, wodurch die Betreiber die Auflagen umgehen konnten.

Dies soll sich in Zukunft ändern. Weitere Regelungen sollen in Bezug auf die öffnungszeiten geschaffen werden, die sich zukünftig verkürzen sollen. Zudem soll eine Gewinn- bzw. Verlustgrenze eingeführt werden, um das Spiel für Suchtgefährdete weniger reizvoll zu machen und den Unterhaltungswert der Spiele wieder in den Vordergrund zu stellen.

Für die Betreiber scheinen diese Regelungen die eigene Existenz extrem zu gefährden. Es wird auf Seiten der Betreiber schon von Kahlschlag gesprochen und vom Untergang des Automatenspiels.

Die Betreiber sehen die Gefahr für ihre eigene Branche, die sie komplett durch die Neuregelungen, die derzeit im Gespräch sind, in Gefahr sehen. Durch die Neuregelungen werden die Betreiber sich laut eigener Aussage gezwungen sehen, ihre Arbeitsplätze zu kürzen, was bei den Angestellten für Unmut und Arbeitsplatzverlust sorgt. Quasi ein Teufelskreis der insgesamt die komplette Existenz gefährden könnte.

Ein besonderes Interesse an den Neuregelungen hegen hingegen auf der anderen Seite die Verantwortlichen der Deutschen Hauptstalle für Suchtfragen. Deren Interesse ist eindeutig: die Spielsucht in der Bevölkerung zu minimieren und auch die Suchtgefahr einzudämmen. Gerade von den privaten Automatenhallen gehe eine hohe Suchtgefahr aus, was man anhand des Spielrückgangs in den Spielbanken erkennen konnte.

Die Kämpfer der Suchtprävention halten die Neuregelungen für einen guten Ansatz, sehen aber bei den privaten Betreibern auch den Kampfwillen, dass die Branche in ihrer Form bestehen bleiben sollte. Die Prävention rückt dann mit der Zeit durch den Kampfeswillen mehr und mehr in den Hintergrund. Wie sich das entwickeln wird, wird sich letztlich mit der Verabschiedung des neuen Glücksspielstaatsvertrages ersichtlich sein.

Die Zeiten ändern sich in der Wirtschaft

Die Spielbanken mit staatlicher Zulassung in Bayern haben nun ihr Ende zu befürchten. Die Besucher gehen zurück und die finanziellen Rücklagen schrumpfen. Der Steuerzahler soll hier mit 8 bis 9 Millionen Euro aushelfen.

Zwei der neun Casinos in Bayern sollen nun endgültig ihre Pforten schließen. Die wirtschaftliche Krise hat viele Ursachen, unter anderem das Rauchverbot, das andere Freizeitverhalten, Online-Glücksspiel und die große Konkurrenz der Spielhallen.

Die Anzahl an Spielautomaten hat sich in den vergangenen drei Jahren beinahe um das Doppelte gesteigert. Die Landesregierung der CSU hatte vor 16 Jahren das Gesetz der Spielbanken verändert um die Eröffnung von vier neuen Casinos zu ermöglichen und die Standorte auf neun zu vergrößern, hier war noch nicht absehbar, was heute eingetreten ist, denn man war sich seiner Sache absolut sicher.

Geld war hier nicht ausschlaggebend. Für die Errichtung der Spielbank in Bad Steben bemühte man einen namhaften Architekten, hierbei gab man 11 Millionen aus. Das Bayrische Staatsministerium für Finanzen war trotz allem überglücklich, dass nun jeder Regierungsbezirk über ein eigenes Casino verfügt.

Die Standorte Bad Steben und Bad Kötzing waren nicht von Erfolg gekrönt und haben wirtschaftliche Probleme. Im vergangenen Jahr machten die beiden gemeinsam einen Verlust von sechseinhalb Millionen Euro. Das Ministerium für Finanzen möchte ihre Problemfälle loswerden und hat sie schon auf seiner Streichliste.

Der Finanzsekretär der CSU hat diese in Gedanken schon zu gemacht, er gab vor kurzem im Haushaltsausschuss im Landtag an, dass bei einem Kurort heute ausschlaggebend sei, ob er einen guten Wellnessbereich und einen Golfplatz besitze, eine Spielbank dagegen sei nicht mehr von Interesse.

Der Finanzexperte der Grünen prophezeit den Untergang dieser Spielbanken, da nicht nur zwei Casinos zu kämpfen hätten, sondern ganze sieben. Alle neun Spielbanken in Bayern hätten zusammen in den vergangenen drei Jahren einen Verlust von 25 Millionen Euro eingefahren.

Deswegen sei es laut dem Experten nicht vertretbar, dass die Steuerzahler für die Spielbanken zahlen müssten und er verlangt eine radikale Umstellung. Er schlägt vor, dass die Regierung die staatlichen Spielbanken hinter sich lassen und alles privatisiert, anstatt eine Spielbank nach der anderen zu schließen und die Steuerzahler mit den Verlusten zu behelligen.

Die FDP ist ebenfalls dieser Meinung. Der haushaltspolitische Sprecher der Partei sagte, dass der Staat die Spielbanken zwar unter Kontrolle haben solle, er sei aber nicht verpflichtet, diese auch zu führen.

Geht Las Vegas bald den Bach runter?

Las Vegas war lange Zeit ein Eldorado für Glücksritter und hatte die Bezeichnung "die Stadt der Sünde". Doch ihre ruhmreichen Zeiten sind vorbei, denn Vegas wurde von Asien abgelöst.

Las Vegas ist heute nicht mehr das, was es einmal war, viele Jahre lang galt es als Spielertraum und zog Glücksritter, Reicher und Gangster an. Doch nun ist alles anders und die Wirtschaftskrise verschonte die Stadt nicht.

Noch immer ist das Nachtleben dieser Stadt verlockend und magisch. Sie versucht, denn Ruhm vergangener Zeiten zu behalten, doch die wirtschaftliche Situation betrifft auch die Vergnügungsstätten. Die Stadt, die einmal vor Leben pulsierte, lockt weniger Touristen, sprich weniger Zocker an.

Sie kam zur Ruhe, dies hat weniger Gewinne für Vegas und seine Bewohner zur Folge. Herr Cashman, dessen Familie schon in dritter Generation Geschäftsleute in Vegas ist, sagte, dass dies die gravierendste wirtschaftliche Lage überhaupt sei.

Er prophezeite schon vor dem Losschlagen dieser Krise, das diese massive Konsequenzen haben wird. Seiner Meinung nach hat Las Vegas nun an diesen Fehlern zu knabbern.

Die Arbeitslosenrate hier liegt aktuell bei 15 Prozent und die Einnahmen der Hotels und Casinos haben sich stark reduziert. Immobilien waren urplötzlich nur noch die Hälfte wert, große Projekte wurden abgebrochen und zahlreiche Unternehmen standen der Pleite gegenüber.

Diese Situation hat auch Auswirkungen auf die Preise, damals bekam man eine übernachtung im Luxushotel Bellagio nicht unter 4.000 Dollar, nun gibt es im MGM Grand schon Zimmer für 60 Dollar die Nacht.

Nun wäre es der richtige Zeitpunkt, die Stadt zu besuchen, denn die niedrigen Preise sind für die Hotels wichtig, um Besucher anzulocken.