Wissenschaftler sieht Senkung der Spielhallen mit Skepsis

Wissenschaftler sieht Senkung der Spielhallen mit Skepsis

Im vorgesehenen änderungsvertrag zum Glücksspielvertrag kommen die Lokale überhaupt nicht zum Zug, so sieht es der Professor, der an der Uni Hohenheim tätig ist. Hierbei stellen besonders Lokale und Imbissstände eine Schwierigkeit dar. Das ist der Ort, an dem 50 Prozent der jungen Leute erstmals mit den Spielautomaten Bekanntschaft machen.

Der Wissenschaftler sagte, dass das Land mit der Verbesserung des Vertrags Zwecke im Baurecht verfolgt. Man möchte auch Mindestentfernungen zwischen den Spielhallen und eine Untersagungen, dass Spielstätten mehr als eine Zulassung haben, erreichen. Dies dient dem Zweck der Suchtbekämpfung aber nicht, so der Chef, der die einzige Forschungsstelle in diesem Bereich leitet.

Die minimalen Abstände, die ein paar 100 Meter groß sind, sind, was die Vorbeugung von Sucht angeht nicht schlecht, was besonders auf die Untersagung der mehrfachen Zulassungen zutrifft. Diese angestrebten Vorgaben verschieben das Glücksspiel von den Spielstätten auf Lokale und Schnellrestaurants.

Besonders hier sind große Mängel beim Schutz der Jugend zu beobachten, so der Wissenschaftler. In den Spielstätten gibt es keine alkoholischen Getränke, in den Lokalen ist dies aber machbar. Der Fachmann findet es wichtig, dass es eine Spielerkarte je Person gibt und die Automaten an einen Zentralserver des Staates mit einer Sperrdatei verbunden ist.

Mithilfe einer Spielkarte, haben die Spieler die Chance, eine Sperrung zu veranlassen, wie es auch in Spielbanken der Fall ist. In Spielstätten und Lokalen ist diese Möglichkeit noch nicht gegeben.

Die meisten Länder haben hier schon Fortschritte gemacht, zu nennen wären hier Kanada und Australien, hier sind solche Karten schon zu haben. Forschungen in der Bundesrepublik zeigen, dass bis zu 300.000 Menschen unter der Sucht nach Glücksspielen in jeder Form leiden.

Die Suizidrate ist bei dieser Suchtform recht groß und die Gefahr, sich zu verschulden, ist noch größer wie bei einem Heroinabhängigen.

Nach der Uni ins Internet – Studenten in Amerika

Aktuelle Forschungen zeigen, dass in den Vereinigten Staaten die Anzahl der Spieler unter 21, sprich den Studenten an Colleges und Universitäten, welche ihre freie Zeit mit dem Online Glücksspiel füllen, wächst.

In den letzten Jahren hatten die Anbieter dieser Casinos eine Menge Ideen, um die junge und vom Internet gefesselte Zielgruppe anzulocken. Aktuelle Studien zeigen, dass die Glücksspielbetreiber den richtigen Riecher hatten.

Einer Studie der "National Annenberg Survey of Youth" zufolge kletterte die Anzahl der männlichen Glücksspieler im Internet unter 21 zwischen 2008 und 2010 um 12 Prozent. Die Zahl der weiblichen Spieler im gleichen Alter stieg nur um ein halben Prozent an.

Die Resultate sagen zudem aus, dass das Verbot des Glücksspiels in den Vereinigten Staaten auf die Spielweisen der jungen Leute kaum Einfluss nahm. Auch wenn es das Gesetz schon vier Jahre gibt, klettert die Zahl der Spieler unter 21 erst in den folgenden zwei Jahren nach dem Ausspruch der Untersagung deutlich nach oben.

Nach dem Direktor des Instituts für jugendliche Kommunikation sei dieses Mysterium mit dem leichten finanziellen Umgang des Glücksspiels zu begründen. Für junge Menschen seien die Bezahlungsmethoden auf den Websites für Glücksspiel kein Hindernis mehr.

Jeder der über eine Kreditkarte verfüge, könne beim Online Glücksspiel mitmachen. Obwohl immer mehr dieser Personen ihr Glück in diesen Casinos auf der Spur sind, konnte kein Wachstum der Spielsuchtkranken ausgemacht werden.

Momentan steht die wachsende Anzahl der Spieler unter 21 noch nicht im Zusammenhang zum steigenden Problem der Spielsucht.