Casinogeschäfte und Verdacht auf Untreue

Casinogeschäfte und Verdacht auf Untreue

Von Seiten des Staates erhielt der Rambo-Produzent dadurch auch steuerliche Vorteile. Doch dies schien dem Geschäftsmann nicht genug zu sein, denn dieser vermietet eines seiner Casinos für Mieterlöse in Höhe von 3,2 Millionen Euro binnen vier Jahren an die staatliche Glücksspielfirma Szerencsejatek zurück.

Die Monopolerschaffung von Seiten des Staates wurde damals so begründet, dass dadurch die Einnahmen aus dem Glücksspiel zum großen Teil wieder dem Gemeinwohl zu Gute kommen würden. Trotz der Erschaffung des Monopols wurden dann letztendlich doch Lizenzen an private Betreiber vergeben. Diese nutzten die Lizenzen, um Geld vom Staat zu erhalten, damit das staatliche Unternehmen in den Häusern das Glücksspielangebot präsentieren könnte.

So machte Vajna also jede Menge Geld, ohne überhaupt einen Finger rühren zu müssen und der Staat hat sich so in das eigene Fleisch geschnitten. Nicht nur für den Staat geht die Rechnung negativ aus, sondern vor allem betrifft es den Steuerzahler selber, da dadurch mit in das Verlustgeschäft hineingezogen wird.

Strafanzeige wegen Untreue

Von Seiten der Oppositionspartei "Együtt" wird nun Strafanzeige erstattet. Der Vorwurf lautet Untreue mit öffentlichen Geldern. Neben der Tatsache, dass der Staat sich mit dem Vorgehen ins eigene Fleisch geschnitten hatte gibt es ein zusätzliches Detail, welches die Partei herausfand. Das betroffene Casino sei im Jahr 2014 fast durchgehend geschlossen gewesen.

Ein noch größerer Verlust also für die Steuerzahler. Együtt vermutet nun, dass Vajna auch mit den weiteren Lizenzen so umgehen könnte und vielleicht sogar nur als Strohmann fungieren könnte. Daher sei nun zu ermitteln, welche Neben- und Hintermänner in die Sache verwickelt sein könnten.

Spielsucht verleitet zur Veruntreuung

Spielsucht verleitet zur Veruntreuung

Ein Mitarbeiter der Deutschen Bank, die mit dem Werbespruch Leistung aus Leidenschaft wirbt, entwickelte offensichtlich eine Leidenschaft zum Glücksspiel und sah an seinem Arbeitsplatz die Möglichkeit, schnell an viel Geld zu kommen. Diese Möglichkeit nutzte der Angestellte, weshalb er sich nun wegen Untreue vor Gericht verantworten muss.

Als Angeklagter ist Jens L. bekannt, der als Angestellter in der Deutschen Bank tätig war. Innerhalb von drei Jahren hat der krankhafte Spieler mehrere Millionen Euro von der Bank entwendet und diese in die Spielbank getragen. Als Stammgast der Spielbank Hamburg konnte der pathologische Spieler am Abend teilweise bis zu 50.000 Euro verspielen. Die Gelder stammten von Kunden aus der Buxtehuder Filiale der Deutschen Bank, in der Jens L. angestellt war. Vor dem Gericht in Stade muss der Spieler sich nun wegen Untreue verantworten.

Die Machenschaften des Spielsüchtigen sind im Oktober 2010 aufgeflogen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Spieler bereits einen Betrag in Höhe von etwa 3,95 Millionen Euro veruntreut. Als Folge darauf wurde Jens L. fristlos entlassen und musste sich in Therapie begeben. Das Gerichtsverfahren wegen Untreue wird erst jetzt verhandelt. Zum heutigen Zeitpunkt ist Jens L. nicht mehr als Bankangestellter tätig, sondern arbeitet als Rettungssanitäter.

Der Angeklagte und sein Anwalt verfolgen die Strategie, vor Gericht deutlich zu machen, dass Jens L. als Bankangestellter in der Deutschen Bank unter enormem Druck und Stress stand. Hier wolle man darauf hinaus, dass Jens L. dadurch in die Spielbank getrieben worden sei, um den Druck zu kanalisieren.

Darüber hinaus sei es geplant, die Bank in einem schlechten Licht darzustellen und anzugeben, dass die Produkte der Deutschen Bank, die an den Kunden gebracht werden sollten, höchst fragwürdig seien und der Spieler aus diesem Grund damit nicht klargekommen sei. Die Frage, warum dieser Unmut jedoch auf dem Rücken der Kunden ausgetragen wurde, indem diesen die Gelder von dem eigenen Bankkonto entwendet wurden, blieb bisher unbeantwortet.