Urteilsverkündung im Fall der "Spielhallen-Bande"

Urteilsverkündung im Fall der "Spielhallen-Bande"

Die Spielhallen-Bande wurde festgenommen, nachdem umfangreiche Ermittlungs- und Observierungsarbeit der Polizei notwendig war und dann für zwölf Taten angeklagt. Der Prozess ging nun dem Ende zu und es wurden die Urteile für die sechs Männer im Alter zwischen 28 und 37 Jahren rumänischer Herkunft und deren mitangeklagte 29-jährige Komplizin verkündet. Die Haupttäter wurden zu einer Haftstrafe zwischen zwei und fünf Jahren verurteilt.

Die Spielhallen-Bande hatte Einbruch-Diebstähle in den Regionen Wendeburg, Königslutter, Velpke, Bitterfeld, Staßfurt, Celle, Bergen, Lehre, Garbsen, Wolfsburg und Nienhagen durchgeführt. Neben der erbeuteten Summe in Millionenhöhe richtete die Bande einen Sachschaden in Höhe von etwa 90.000 Euro an. Nach der Festnahme gestanden die Täter und dennoch wurde nun ein sehr hartes Urteil verkündet. Die Begründung hierfür liegt in einschlägigen Vorstrafen im Ausland.

Offensichtlich sind einzelne Täter der Bande im Ausland bereits durch Straftaten wie Körperverletzung, Sachbeschädigung und Drogendelikte bekannt. Zwei Männer der Bande hatten bisher noch keine Vorstrafen, wodurch das Urteil hier milder ausfiel. Auch die Komplizin, die nicht an den Einbrüchen beteiligt war, jedoch der Bande ein Depot für das gestohlene Geld bot, wurde mit einer milden Haftstrafe von sechs Monaten zur Bewährung verurteilt.

Hohe Strafen und Kosten für die Täter

Während die Haftstrafen durchaus lange sind und die Täter für einige Jahre hinter Gittern bringen werden, sehen sich alle Mitglieder der "Spielhallen-Bande" auch mit hohen Geldstrafen konfrontiert. Die Schäden müssen bezahlt werden und auch müssen die Männer die Kosten des Prozesses tragen. Die Täter müssen außerdem festgelegte Beträge an die Opferhilfe zahlen und darüber hinaus werden noch einige zu zahlende Summen auf die Bande zukommen, wenn die Bande im Zivilprozess von den Gläubigern in Regress genommen wird.