Windige Casinounternehmen schaden Ruf der Börse

Die Börse hat bei der allgemeinen Bevölkerung kein gutes Image, denn so mancher betrachtet das Geschäft mit Aktien als Zockerei, die dem Glücksspiel in keinster Weise nachsteht.

Aber die andere Seite der Medaille sind die Anteile an Unternehmen, die als echte und existierende Werte angesehen werden, da spielt der Name keine große Rolle. Mehr als 90 Prozent des Aktienhandels in der Bundesrepublik basiert auf den 110 Werten des HDax.

Dieser hat die Aufgabe den Wert mit dem größten Gewinn zusammenzuhalten. Das schlechte Image des Aktienmarkts ist dem restlichen Zehntel geschuldet. Dazu gehören auch die Anteile für Vegas 77, welches in den Niederlanden ansässig ist.

Sein Aktienkurs kletterte von Ende April um 355 Prozent, sprich, 36,40 Euro. Die Firma wurde mit rund 10 Millionen beurteilt. Auf der Homepage ist lediglich zu lesen, dass sie eine Beteiligungsgesellschaft ausländischer Gesellschaften darstellt.

Doch lediglich das Vegas 77 Casino, welches komplett im Besitz der Gesellschaft ist, stellt diese Beteiligungen dar. Es sind keine Details in Bezug auf Ertrag, Gewinne oder über die Tätigkeiten des Casinos vorhanden.

Doch es findet sich eine Absichtserklärung im Hinblick auf den Erwerb von einem Online Casino in Malta. Es fallen keine Namen, sodass diese Information schwammig bleibt. Dieser Prozess ist nicht außergewöhnlich für ein neues Unternehmen, doch es hat große ähnlichkeit mit sogenannten Seifenblasen-Unternehmen, welche auch in der Glücksspielbranche zu finden sind.

Es finden sich zwar keine konkreten Tatsachen, doch die Versprechungen sind durchaus vorhanden und zwar prophezeit ein Fachmann, dass der Kurs auf rund 45 Euro klettern soll. Aber die Frage ist, ob dieser Fachmann wirklich existiert, denn die Suche nach seiner Identität verläuft im Sand.

Diese Unternehmen sind wahrscheinlich die Ursache für das schlechte Börsenimage.