Zusätzliche Steuern in Velbert

In der Stadt Velbert gibt es seit neustem die Meldung, dass vor Ort Steuern erhöht bzw. eingeführt werden sollen. Dies betrifft die Vergnügungssteuer auf Spielautomaten und die Einführung der Zweitwohnungssteuer.

Diese zwei Neuerungen wurden vom Hauptausschuss einstimmig beschlossen. Die Stadt verlangt künftig 15 Prozent, von den Einnahmen, die über Spielgeräte gemacht werden. Kalkulationen besagen, dass durch diese Steuererhöhung und die Einführung der Zweitwohnungssteuer 130.000 Euro zusätzlich in die Kassen der Stadt fließen würden.

Nachdem zum Jahreswechsel des letzten Jahres bereits die erste Erhöhung der Vergnügungssteuer beschlossen wurde und der Steuersatz erst auf 13 Prozent erhöht wurde, sehen die Verantwortlichen nun die Chance direkt auf 15 Prozent zu gehen, statt wie geplant jährlich ab 2012/2013 um ein Prozent anzuheben. Diese frühzeitige Erhöhung wird damit gerechtfertigt, dass die letzte Erhöhung auf die Spieler nicht abschreckend gewirkt haben solle, da das Einspielergebnis der Automaten sogar angestiegen sei.

Zum Abschluss dieses Jahres wird erwartet, dass die Vergnügungssteuer der Stadt bereits 700.000 Euro einbringt. Bei der Vergnügungssteuer machen die Spielautomaten einen wichtigen Teil aus. Durch die Erhöhung der Steuer für die Spielautomaten wird für das nächste Jahr bereits eine Mehreinnahme in Höhe von 200.000 Euro erwartet. Immerhin bietet die Stadt 363 Geldspielgeräte, die vor Ort registriert sind.

Weitere zusätzliche Steuereinnahmen erhoffen die Verantwortlichen sich durch die Einführung der Zweitwohnsitzsteuer. Registriert sind in der Stadt rund 1800 Zweitwohnsitze, die einen zusätzlichen Gewinn einbringen würden, würden diese besteuert werden. Vorab wurden bereits Mitteilungen ausgesendet, die die betreffenden Personen auf die Einführung der Steuer hinweisen. 500 der angeschriebenen Personen waren nicht erreichbar, weshalb davon auszugehen ist, dass diese sich nicht mehr in der Stadt aufhalten.

Wieder andere der angeschriebenen Personen, planen die Abmeldung ihres Zweitwohnsitzes oder die Ummeldung vom Zweitwohnsitz zum Erstwohnsitz. Auch das würde die Stadt nach eigenen Aussagen erfreuen, denn mit jedem Bürger, der in Velbert seinen Erstwohnsitz angibt, steigen Schlüsselzuweisungen und Einnahmen aus der Einkommensteuer. So oder so bedeutet das demnach für die Stadt zusätzliche Steuereinnahmen, die derzeit auf etwa 42.000 Euro pro Jahr geschätzt werden.