Beschwerde wegen Aufnahme von Poker ins Glücksspielgesetz

Beschwerde wegen Aufnahme von Poker ins Glücksspielgesetz

Bisher wurde Poker grundsätzlich etwas anders behandelt, da es sich nach der Meinung vieler Experten nicht ausschließlich um ein reines Glücksspiel handle. Der Geschicklichkeitsfaktor spiele eine große Rolle und daher herrschte auch direkt Unverständnis darüber, dass im Jahr 2010, im Zuge der Novellierung, das Pokerspiel in das Glücksspielgesetz österreichs mit aufgenommen wurde.

Nun müssen die Verfassungsgerichte sich mit dieser Thematik befassen, denn es wurden bereits zwei Anträge von Seiten der Casinos eingereicht. Unter Anderem handelt es sich bei einem Antrag um den von Peter Zanoni, dem Chef des Concord Card Casinos. Die Beschwerde von Seiten der Betreiber ist eindeutig: Poker dürfe nicht mit anderen Glücksspiel in einen Topf geworfen werden, da es sich beim Pokerspiel um eine ganz andere Art des Spiels handle und nicht nur Glück sondern auch Geschicklichkeit erforderlich sei, um hierbei gewinnen zu können.

Mit der Gesetzgebung wurde entschieden, dass auch Pokeranbieter und deren Casinos eine Lizenz brauchen, um Poker legal vor Ort anbieten zu dürfen. Mit der Verabschiedung des Gesetzes im Jahr 2010 wurde eine übergangsfrist von zwei Jahren eingeräumt. Für die Pokeranbieter in österreich bedeutete der Jahreswechsel nun, dass die Lizenzen für die eigenen Etablissements ausgelaufen sind.

Es hätten Anträge auf neue Lizenzen gestellt werden müssen, allerdings hat das Finanzministerium noch nicht einmal die Ausschreibung hierfür eingeleitet. Grund genug für die Betreiber um mit diesem Thema vor das Verfassungsgericht zu treten.