Entscheidungen von Schimpansen beim Glücksspiel

Entscheidungen von Schimpansen beim Glücksspiel

Hier konnte ganz klar erkannt werden, dass die Schimpansen menschenähnliche Reaktionen aufzeigen, wie Unmut, ärger und Freude, aber auch versuchten einige der Menschenaffen bereits getroffene Entscheidungen wieder rückgängig zu machen, da die Ergebnisse für die Affen nicht zufriedenstellend waren. Die Studie wurde von US-Biologen in Form von Verhaltensversuchen durchgeführt.

Vor allem in Bezug auf die Emotionen sollten die Studien bei den Menschenaffen Aufschluss geben. Bei Menschen ist es eindeutig, dass die Verhaltensweisen sich je nach vorhandenen Ressourcen ausrichten, zum Beispiel in Bezug auf das eigene Geld. Bei den Affen sollte nun getestet werden, ob sich hier ein ähnliches Verhalten einstellt, zum Beispiel in Verbindung mit den eigenen Futterressourcen. Mit Versuchen, die im Bereich des Glücksspiels einzuordnen sind, sollte die Risikobereitschaft der Schimpansen getestet werden. Als Belohnung wurde entweder schmackhaftes oder weniger schmackhaftes Futter ausgeteilt, je nachdem ob gewonnen oder verloren wurde.

Bei den verschiedenen Affenarten, sowohl den Schimpansen als auch den Bonobos, konnten Emotionen festgestellt werden. Die Affen konnten sich entscheiden, entweder zu warten, ob es eine bessere Belohnung gibt, oder zuzuschlagen. Bei den Menschenaffen wurde festgestellt, dass die Affen sich während der Wartezeit meist auffällig oft kratzten. Auch machten die Menschenaffen deutlich, wenn sie mit einer eigenen Entscheidung unzufrieden waren, weil diese beispielsweise zu einer schlechteren Belohnung führte.

In solchen Fällen machten die Affen ihren Unmut durch klagende und frustrierte Laute deutlich. Wenn die Entscheidung zu einer negativen Belohnung führte, dann wollten manche der Affen die Entscheidung sogar rückgängig machen. Solch ein Verhalten ist jedoch bei keinem der Affen aufgetreten, wenn die Belohnung deutlich positiv ausfiel.