Hohe Verschuldung durch Millionenraub

Hohe Verschuldung durch Millionenraub

Bestohlen wurde die Kimren Group durch einen Anteilseigener. Der Dieb, Huang Shan, entwendete über einen gewissen Zeitraum hinweg Firmengelder. Der Schaden beläuft sich auf eine Summe zwischen 744 und 930 Millionen Euro. Der Diebstahl könnte schwere Folgen mit sich bringen, für den das Unternehmen sich laut einer öffentlichen Stellungnahme jedoch nicht haftbar machen lassen wird.

Bei der Kimren Group handelt es sich um einen VIP Gaming Promoter. Das Unternehmen ist an High Roller Rooms bekannter Casinos wie Grand Lisboa (SJM Holdings), Starworld (Galaxy Entertainment Group), Altira (Melco Crown Entertainment) und MGM Macau (MGM Resorts International) beteiligt. Für die Casinos könnte der Vorfall schwere Folgen und vor allem hohe Verluste mit sich bringen.

Bisher kann der Schaden für die Casino-Wirtschaft noch nicht in genauen Zahlen prognostiziert werden. Es gab bereits ähnliche kriminelle Vorfälle in Macau, bisher jedoch wirkte es sich vor Ort nicht auf das Spielverhalten aus. Bei den zuvor stattgefundenen Vorfällen jedoch, wurden bisher keine so großen Summen entwendet, wie in diesem aktuellen Fall. Aktuell sind die Junket-Betreiber in Macau von besonderem Nutzen, denn zwischen den Casinos und den Betreibern herrscht eine regelrechte Abhängigkeit. Der größte Teil der Einnahmen wird durch die Spieler an den VIP-Tischen generiert.

Darüber hinaus sind die Junket-Anbieter in Macau auch für die Kreditvergabe zuständig. Dies kommt daher zustande, dass die Casinos dem aktuellen Gesetz nach Spielschulden auf dem chinesischen Festland nicht geltend machen können. In diesen Fällen werden von Seiten der Junket-Anbieter Komplettpakete inklusive Spielkredit angeboten, die von Seiten der Spieler auch gerne genutzt werden.

Oftmals gab es jedoch für die Junket-Anbieter auch negative Publicity, da in den Medien hin und wieder das Gerücht kursiert, dass die Anbieter in enger Verbindung mit den Tiraden stehen und zusammenarbeiten, wenn es um die Eintreibung der Schulden geht. Die Casinos sind sich auch der Gerüchte und der eventuellen Gefahren bewusst, daher wurde bereits in der Vergangenheit nach Möglichkeiten gesucht, die zwischengeschalteten Mittelsmänner zu umgehen. Teilweise ist dies den Casinos bereits gelungen, denn einige Kunden haben schon Konten außerhalb von China, um so die Kreditvergabe anders lösen zu können.

Griechische Regierung verkauft Anteile am Glücksspiel

Griechische Regierung verkauft Anteile am Glücksspiel

Die Regierung Griechenlands hat nun die ersten Anteile an dem Glücksspielunternehmen OPAP verkauft und strebt damit die Privatisierung des Glücksspiels in Griechenland an.

Mit dem Verkauf sichert der griechische Staat sich eine Summe in Höhe von mehr als 650 Millionen Euro. Eine Summe die groß erscheint und erst einmal helfen soll, jedoch laut Experten auch weit unter dem Wert der Anteile an dem Glücksspielunternehmen, welches stetig Gewinne verbuchen kann, liegt.

Mit dem Verkauf der OPAP Anteile ist der erste Schritt der Privatisierung des griechischen Glücksspielmarkts abgeschlossen, in Zukunft sollen weitere Schritte folgen. Die Privatisierung soll dem Staat zu Gute kommen und diesem damit aus der Schuldenfalle helfen. Der erste Teil, der Teil des Glücksspielunternehmens betrug 33 Prozent und brachte einen Betrag in Höhe von 652 Millionen Euro ein.

Als Käufer trat das tschechisch-griechische Konsortium Emma Delta in Erscheinung. Das Unternehmen war als einziges Unternehmen an den staatlichen Anteilen interessiert und hatte in der vergangenen Woche den Betrag für die Anteile noch einmal um mehrere Millionen Euro erhöht. Letztendlich konnte der Staat sich dann bei dem nun festgelegten Betrag für den Verkauf an das Unternehmen entscheiden.

Während ein Teil des staatlichen Monopols nun verkauft wurde hält der Staat weiterhin das Monopol auf Sportwetten und das Lotterie-Monopol. Die Anteile an OPAP wurden zu einem sehr günstigen Preis verkauft und dennoch zeigten sich die Verantwortlichen zufrieden. Dies macht wieder einmal mehr deutlich, wie wichtig die Einnahmen aus dem Verkauf für den Staat derzeit sind. Weitere Verkäufe von Staatseigentum werden nun angestrebt.