Kurzer Raubüberfall in Las Vegas

Die Videokameras zur Überwachung zeigen den Verbrecher, wie dieser kurz vor vier Uhr früh des 20. Dezember sein Motorrad in der Nähe des bekannten Bellagio Casinos abstellte und den überfall beging.

Er ging in das Casino, steuerte ohne Umwege auf den Craps-Tisch zu, ließ dabei seinen Motorradhelm an und zückte eine Waffe. Er forderte mit der Waffe alle Chips von diesem Tisch und damit war der überfall zu Ende.

Er verließ auf direktem Wege das Casino. Da er einen Helm aufhatte, konnte man sein Gesicht nicht erkennen und das ist der Grund weshalb der Räuber trotz Videokameras noch nicht geschnappt werden konnte. Der überfall dauerte nicht einmal 5 Minuten.

Dies ist nicht der erste Vorfall dieser Art in einem Casino von Vegas im Dezember. Die örtlichen Gesetzeshüter vermuten, dass es der gleiche Räuber war, der auch das Suncoast Casino überfallen hatte und über 20.000 Dollar mitgehen ließ.

Der Sprecher des MGM erklärte dem Besitzer des Bellagio, dass das Stehlen von Casino Jetons nicht mit dem Stehlen von Geld gleichzusetzen sei, denn die Jetons müssten erst einmal ausgelöst werden.

Jedes Casino verwende individuelle Jetons, so könnten sie auch nur in dem jeweiligen Casino genutzt werden. Der Vorfall lief im Großen und Ganzen glimpflich ab. Auch wenn eine Pistole im Spiel war, wurde nicht geschossen und keiner von den Gästen trug einen Schaden davon.

Die beiden überfallenen Casinos denken über andere Methoden zur Sicherheit nach. Diese sollen andere potentielle Täter daran hindern, aus dem Casino nach ihrer Tat so rasch flüchten zu können.

Big Brother lässt grüßen

Ungeachtet des Untersagens seitens der höchsten Richter behält die Spielbank in Wiesbaden nach wie vor Überwachungskameras, um die Croupiers im Auge zu behalten.

Nun ist es am Arbeitsgericht, diesen Vorgang aufzuhalten. Die Beteiligten kamen darauf überein, eine außergerichtliche Einigung zu erlangen. Seit dreieinhalb Jahren wehrt sich der Betriebsrat der Spielbank gegen die Videokameras, die die Croupiers überwachen sollen.

Doch die Geschäftsführung zeigt sich von den Verboten unbeeindruckt und die Kameras sind weiterhin im Einsatz. Vor kurzem war das Arbeitsgericht in Wiesbaden damit beauftragt, diese Big-Brother ähnlichen Maßnahmen zu unterbinden. Der Vorsitzende erklärte vor der Verhandlung, das diese unerlaubte Überwachung ein Ende habe müsse.

Doch nach zwei Stunden Prozess kam man darauf überein, dass man sich außerhalb des Gerichts einigen wolle. Der Vizepräsident des Landesarbeitsgerichts soll hier mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das Ironische dabei ist, dass der hochdotierte Jurist dreieinhalb Jahre zuvor das Betriebsübereinkommen in Bezug auf die Videoüberwachung im Casino mit entwickelt hatte.

Genau diese beurteilten seine Nachfolger als nicht rechtens und verboten die Videokameras. Ungeachtet dessen soll er nach dem Wunsch der Geschäftsleitung und dem Betriebsrat des Casinos als Streitschlichter fungieren.

Bis im Casino wieder Ruhe einkehrt sind die Kameras weiter in Betrieb, doch die Aufnahmen sollen nun nach 60 Stunden anstellte von bislang 168 Stunden oder sieben Tagen eliminiert werden. Außerdem ist der Geschäftführung nur noch gestattet, das, was im Spielsaal vor sich geht, nur noch in Anwesenheit eines Mitglieds des Betriebsrats auf einem Monitor verfolgen.

Der Gesetzgeber erlaubt es prinzipiell, dass Spielbanken mithilfe von Videokameras überwacht werden. Immerhin haben die Croupiers mit ihren schnellen Fingern die farbenfrohen Chips in der Hand und auch Gäste bestehen manchmal darauf, dass ihr Jeton auf der gewinnenden Zahl war.

Kontrolle habe auch ihr Gutes, so der Betriebsratsvorsitzende. Doch die Überwachung soll in passender Weise vor sich gehen, so verlangt es das Spielbankengesetz. Die 40 Kameras, die sich teilweise schwenken lassen und über eine Zoomfunktion verfügen, hielt das Landesarbeitsgericht für zuviel des Guten.

Die dauerhafte Überwachung verursachte einen starken Druck auf die Croupiers, so war es im Urteil zu lesen. Die Richter sahen dies als eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte der Angestellten. Die Klage der Geschäftsführung des Casinos gegen den Richterspruch wurde vom Bundesarbeitsgericht im August abgelehnt.

Die Geschäftsführung setzte keine einzige Kamera außer Betrieb. Noch im Jahr 2010 soll sich die Einigungsstelle zusammenfinden. Der Betriebsrat will wenigstens dafür sorgen, dass einige Kameras abgestellt werden und den Speicherzeitraum auf 2 Tage einschränken.