Promipärchen für PR-Zwecke missbraucht

Promipärchen für PR-Zwecke missbraucht

So erging es den Geissens, die selbst mit der eigenen Glücksspielsendung leider nicht mehr so erfolgreich waren. Schlagzeilen zu Folge soll das Promipaar einen Millionengewinn im Online Casino abgestaubt haben. Nach Angaben von Robert und Carmen Geiss würde dies allerdings nicht der Wahrheit entsprechen, sondern der Anbieter habe den Namen der Berühmtheiten missbraucht, um Werbung für das eigene Online Casino zu machen. Dies scheint in der heutigen Zeit nicht selten vorzukommen.

Dem Werbeverbot für Glücksspiele zum Trotz hat der Anbieter des Internetcasinos Stake 7, den Namen des Promipaares Geissen genutzt, um auf das eigene Angebot aufmerksam zu machen. Hiernach sollen die Geissens einen Millionengewinn in dem entsprechenden Online Casino abgeräumt haben. Der Anbieter präsentiert auf seiner Internetseite ein umfassendes Angebot an Online Glücksspiel, die Lizenz für dieses Angebot stammt aus dem Ausland, vorzugsweise aus Steuerparadiesen wie Malta und Gibraltar. über Lizenzen aus diesen Regionen verfügen heute die meisten Online Glücksspiel Anbieter, die in Deutschland zu finden sind.

Das Internet scheint grenzenlos und trotz Verbot von Online Glücksspiel in Deutschland, blüht der Schwarzmarkt, der sich durch die Lizenzen im Ausland in einer Art Grauzone befindet. Kontrollen sind hier kaum möglich und so werden Angebote aus dem Ausland präsentiert und von den Deutschen Spielern nur zu gerne genutzt. Neben werbenden Schlagzeilen, wie die mit dem Millionengewinn der Geissens, locken die illegalen Online Casinos mit attraktiven Willkommensboni und einem umfassenden Spielangebot.

Deutsche Anbieter verdienen mit

Sowohl bei Stake 7, als auch bei anderen Online Anbietern, sind es nicht nur Unternehmer aus dem Ausland, die mitverdienen. Auch deutsche Firmen und Unternehmer nutzen die Gelegenheit, ihr Angebot in dem Graubereich in Deutschland zu präsentieren. Zwar kann den Geschäftsmännern im Falle einer Kontrolle eine Haftstrafe in Höhe von fünf Jahren drohen, aber das Angebot aus dem Ausland ist so umfassend, dass die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass die nicht ganz legalen Machenschaften unentdeckt oder zumindest ungeahndet bleiben.

Die deutschen Behörden haben nämlich hier, in dieser rechtlichen Grauzone, kaum Möglichkeiten, gegen die Anbieter aus dem Ausland vorzugehen. Nach dem geltenden EU-Recht ist die Dienstleistungsfreiheit zu berücksichtigen, die durch das Verbot von Online Glücksspiel nicht gewährt werden würde.