Kampf gegen illegales Glücksspiel in Vorarlberg

Kampf gegen illegales Glücksspiel in Vorarlberg

Aus diesem Grund wird der Kampf gegen das illegale Glücksspiel in Vorarlberg von Seiten der Polizei vorangetrieben. Hier werden vermehrt Kontrollen und Razzien durchgeführt. Die Arbeit der Polizei ist jedoch auf der anderen Seite sehr schwierig, denn die Betreiber der illegalen Glücksspieletablissements setzen sich auf verschiedenen Wegen zur Wehr.

In Vorarlberg laufen die meisten illegalen Glücksspieletablissements unter einem Decknamen und nennen sich "Wettlokal". Die Behörden gehen davon aus, dass die Wettgeschäfte nur vorgeschoben sind. Die Polizei vermutet, dass hier illegale Glücksspielgeschäfte in großem Stil betrieben werden. Auch wenn die Behörden sich diesen Tricks bewusst sind, haben diese in vielen Fällen keine Möglichkeiten, gegen die illegalen Glücksspielanbieter vorzugehen. Die Polizei kann sich zu entsprechenden Lokalen nur dann Zutritt verschaffen, wenn konkrete Verdachtsmomente vorliegen.

Die Polizei versucht mit Hilfe von anderen Gesetzgebungen gegen die illegalen Etablissements vorzugehen. Hierzu werden folgende Gesetze genutzt:

– Baugesetz

– Wettengesetz

– Arbeitnehmerschutzgesetz

Während in der Vergangenheit 2.000 Glücksspielautomaten von Seiten der Polizei eingezogen werden konnten, musste etwa die Hälfte der eingezogenen Automaten wieder an die Eigentümer zurückgegeben werden. Die Ermittlungen gestalten sich sehr schwierig, vor allem auch deshalb, weil die Betreiber für sehr guten, juristischen Beistand gesorgt haben. In vielen Fällen sind den Behörden daher die Hände gebunden.

Neue Lotto-Annahmestellen in Vorarlberg

Neue Lotto-Annahmestellen in Vorarlberg

Seit Beginn des Jahres bis jetzt sind etwa 50 neue Lotto-Annahmestellen in der Region Vorarlberg hinzugekommen. Vorher gab es insgesamt 120 dieser Stellen, die sich nun auf 170 erhöht haben. Für diejenigen, die Lottoscheine von nun an verkaufen dürfen, ist diese Erlaubnis besonders positiv, da so zusätzliche Gelder in die Kassen fließen. Für die Vorarlberger Tarifkanten befürchtet man hohe Umsatzeinbußen.

Die Anzahl der Lotto-Annahmestellen hat sich innerhalb der letzten fünf Monate fast um die Hälfte der bereits bestehenden Einrichtungen erhöht. Bei den betrieben, die nun auch Lotto-Quick-Tipps anbieten dürfen, handelt es sich um Läden, die bereits vorher Brief-und Rubbellose verkauft haben. Die Vermehrung der Lotto-Annahmestellen sei laut Aussage von Günter Engelhart von den österreichischen Lotterien ein Wunsch der Kunden gewesen, auf den nun eingegangen wurde.

Die Kunden hatten vorab bemängelt, dass die Lotto-Annahmestellen nicht lang genug geöffnet seien und dass nicht ausreichend Annahmestellen zur Verfügung stünden. Dem Kundenwunsch wurden nun nachgegangen und der Quick-Tipp Verkauf wird nun auch in Postfilialen und auf Tankstellen durchgeführt.

Die Trafikanten hatten sich lange Zeit gegen das Vorhaben gewehrt und konnten jedoch die Vermehrung der Annahmestellen nicht verhindern. Nun drohen hohe Umsatzverluste, deren Höhe noch nicht festgesetzt ist. Klar ist jedoch, dass ein Drittel des Trafikumsatzs durch Lottogeschäft erzielt wurde. Hier würden in Zukunft durch mehr Annahmestellen Gelder wegfallen. Dies macht mehr als deutlich, dass zwar Kundenwünsche erfüllt wurden und diese sich freuen können, es aber auf der anderen Seite auch einen Bereich gibt, der die negativen Konsequenzen einer solchen Veränderung tragen muss.