Beschwerden gegen den Glücksspielvertrag häufen sich

Vor kurzem zeigen über 50 Repräsentanten aus dem Bereich Sportwetten und Casino bei einer großangelegten Anhörung ihren Unmut im Hinblick auf den kommenden Glückspielvertrag.

Diese fand in Madgeburg statt und hier hatten sie Gelegenheit, die neue Gesetzesvorlage zu kritisieren, welche Netzsperren im Bereich des virtuellen Glücksspiels vorsieht. Hier fanden sie mit ihren Sorgen Gehör.

Der Leiter der Staatskanzlei sagte, dass man viele kritische Meinungen entgegengenommen habe. Diese haben viele Facetten, Verbände im sozialen Bereich, traten für den Kampf gegen die Spielsucht mithilfe von Prinzipen öffentlich-rechtlicher Natur ein, die Sportwettenbetreiber und die Anbieter von Online Glücksspiel befürworteten einen breiteren Zugang für Privatbetreiber zum Glücksspielmarkt.

Der Chef der Kanzlei ließ verlauten, dass die 50 Einsprüche, die mündlich erfolgten und die mehr als 100 in schriftlicher Form gegen obengenanntes Thema analysiert und bei dem finalen Exemplar des Glücksspielvertrags Berücksichtigung finden.

Die Länder wollen ab dem nächsten Jahr den Markt im Bereich virtuelles Glücksspiel und Sportwetten mit strikten Vorgaben nur wenig für Privatbetreiber zugänglich machen. Das Bundesland Sachsen-Anhalt übernimmt hier die Leitung, weil es der Konferenz der Länderchefs vorsitzt.

Auch die etwa 40 Angestellten der drei Spielorte des Landes machten ihrem ärger Luft, sie fertigten Plakate an, auf denen stand, dass die Besucher die Möglichkeit haben sollen, Glücksspiel rechtmäßig zu nutzen.

Momentan haben die drei Spielbanken in Magdeburg, Halle und Wernigerode finanziellen Schwierigkeiten und sind nicht mehr in Betrieb. Rund 80 Mitarbeiter fallen unter diese Dichtmachung.

Spielbanken in Sachsen-Anhalt in der Krise

Vor kurzem wurden die Spielaktivitäten im Casino Magdeburg durch die Spielbanken Sachsen-Anhalt GmbH auf Eis gelegt.

Das Innenministerium nahm dies zum Anlass, den Prozess zur Anhörung in Bezug auf die Überprüfung einer ökonomischen Führung der Spielstätten in Magdeburg, Halle und Wernigerode abkürzen.

Das Ministerium kümmert sich ebenfalls um die Aufsicht über die Spielbanken. Man setzte der Geschäftsleitung eine Frist bis zum 17. Mai dieses Jahres, zu der sie sich äußern mussten, ob die ordentliche und ökonomische Leitung der Spielstätten gegeben ist und wenn ja, wie diese aussieht.

Wenn dies nicht der Fall ist, dann kann das Innenministerium auch in anderen Spielbanken die Spielaktivität auf Eis legen, so der Innenminister der CDU.

Die Regierung des Bundeslandes kam vor vier Jahren darin überein, die im Besitz des Landes befindliche Spielbank GmbH zusammen mit den Spielstätten in Magdeburg, Halle und Wernigerode zu veräußern.

Kandidaten wie die Casinos Austrias zeigten Interesse, nahmen aber ihre Offerten wieder zurück. Die Sybil Group mit Sitz auf der Insel Zypern konnte dieses Angebot wahrnehmen.

Es war auch dieses Unternehmen, das etwa 300 Millionen Euro in den Standort Vockerode und Umgebung stecken wollte. Dieser litt unter einer instabilen wirtschaftlichen Lage, Abwanderung, leerstehenden Wohnungen und zu wenig Arbeit.

Hier sollte ein neuer Freizeitpark entstehen, doch dieser Plan ruht erst einmal.