In Bremen geht es aufwärts

Es ist nicht weit von der Schlachte zum neuen Casino. Die Westspiel-Gruppe hat 10 Millionen Euro in den Standortwechsel des Bremer Casinos investiert. Das Casino, das in der Einkaufsstraße liegt, hat vor kurzem seine Pforten geöffnet.

Der Direktor betont, dass mit diesem Umzug ein Traum wahr geworden sei. Bevor die Normalsterblichen das Casino mit seiner rund 1.000 m2 großen Fläche in Beschlag nahmen, hatten etwa 200 eingeladene Besucher Gelegenheit, das Casinos näher unter die Lupe zu nehmen.

Der Direktor ist der Ansicht, dass die Unterbringung von traditionellem Spiel und dem Automatenspiel eine große Bereicherung ist. Die Casinos mussten in den letzten Jahren viel entbehren, so hofft der Geschäftsführer, mit dem neuen Standort, welcher jüngere Zielgruppen ansprechen soll, dass es bergauf geht.

Anstelle der bisherigen 70.000 bis 80.000 Gäste, möchte er nun 100.000 Besucher willkommen heißen. Die Kleiderordnung ist nun mit Automatenspiel und klassischem Spiel in einem Haus anders. Die Krawattenpflicht wurde abgeschafft und lockere Kleidung ist hier gern gesehen.

Was man hier allerdings nicht möchte, ist, dass die Gäste kurze Hosen, Muskelshirts und Badeschlappen tragen. Der Projektleiterin zufolge wurde seit April dieses Jahres rund um Uhr gearbeitet. Der jetzige Standort fiel dem Bremer Casino schon vor drei Jahren ins Auge.

Zu diesem Zeitpunkt war man sich über die Probleme, die da kommen sollten, nicht bewusst, so der Leiter der Stabsstelle für Bauwesen. Es war keine vollständige Technik vorhanden, für die Versorgung mit Strom musste man eine individuelle Anlage bauen. Das Casino erhielt eine Klimaanlage, einen exzellenten Brandschutz und eine Rückgewinnung der Wärme.

In übereinstimmung mit dem Denkmalschutz bekam der Standort einen neuen Eingang an der Schlachte. Im Casino finden sich hauptsächlich die kräftigen Farben Schwarz und Rot. Die Teppiche sind in Schwarz, Decke und Hocker in Rot gehalten. In abgetrennten Räumlichkeiten durch Glastüren befinden sich 130 Spielautomaten.

Das Casino bietet noch fünf Roulette-, zwei Black Jack- sowie vier Poker Tische. Die Bar ist eine besondere Augenweide und nach einem Restaurant wird man vergeblich suchen, denn laut dem Direktor ist man hier bestens in ein gastronomisches Umfeld integriert.

96 Angestellte stehen hier den Besuchern mit Rat und Tat zur Seite und 80 Prozent der Erträge kommen von den Spielautomaten. Infolge der Steuern für Spielbanken, kann Bremen von einem Casino nur profitieren.

Mehr als 180 Millionen Euro wurden dank einer Stiftung namens "Wohnliche Stadt" seit der Etablierung des Casinos vor 30 Jahren in Vorhaben rund um Bremen und Bremerhaven in die Kassen gespült. Das Casino hat von 12 bis 3 Uhr morgens auf, wobei das Klassische Spiel erst ab 3 Uhr nachmittags bereitsteht und verlangt 3 Euro Eintritt.