Neuer Hauptsponsor für Rot-Weiss-Essen

Neuer Hauptsponsor für Rot-Weiss-Essen

Das Sponsoring ist im Sport immer ein wichtiges Thema. Nicht zuletzt aus diesem Grund gibt es für den Traditionsverein Rot Weiss Essen (RWE) tolle Neuigkeiten, die in diesen Tagen verkündet wurden. Passend zum Testspiel gegen Borussia Dortmund wurde von Seiten des Traditionsvereins XTiP Sportwetten als Hauptsponsor und Trikotpartner bekannt gegeben.

Über XTiP Sportwetten:

  • Holding Merkur Sportwetten als Tochterunternehmen der familiengeführten Gauselmann Gruppe aus Espelkamp
  • gebündeltes Sportwettengeschäft auf nationaler und internationaler Ebene
  • Marke XTiP als Vertriebsorganisation im Kernmarkt Deutschland
  • stationäre und online Vermarktung von Sportwetten
  • einmaliges System, welches die Nutzung des Angebots an jedem Ort ermöglicht
  • Shop-Konzept von XTiP beinhaltet Betrieb eigener Wettvermittlungsstellen sowie ein Franchisesystem für Wettbüros, Annahmestellen und Shop-in-Shop-Systeme
  • Integration der Wettvermittler „Wettmeister“ und „Oddsline“ ins Unternehmen im Jahr 2016
  • insgesamt sind mehr als 300 Mitarbeiter bei XTiP beschäftigt
  • mehr als 500 stationäre Vertriebspunkte in Deutschland

Ausbau als Hauptsponsor

Bereits in der vergangenen Saison funktionierte die Partnerschaft zwischen XTiP und RWE laut Aussage des Unternehmens wunderbar. Die Freude bei XTiP ist daher groß, dass die Partnerschaft auch in dieser Saison weiter fortgesetzt werden kann. Darüber hinaus ist man motiviert, das Engagement als Hauptsponsor in der kommenden Saison weiter ausbauen zu können.

Was das Engagement beinhaltet:

  • Trikotpräsenz
  • weitere Darstellungs- und Werberechte im Stadion und im Vereinsumfeld von Rot-Weiss Essen
  • Sportwett-Shops im Essener Stadtgebiet zur Unterstreichung der Partnerschaft
Quotenfehler bei Cashpoint – kein Gewinn für Spieler

Quotenfehler bei Cashpoint – kein Gewinn für Spieler

Vor Gericht ging es Anfang Januar um einen Quotenfehler bei Cashpoint, der im September 2015 stattfand und offensichtlich noch heute für Ärger bei den Spielern sorgt. Spieler versuchten vermeintliche Gewinne vor Gericht einzuklagen, allerdings ohne Erfolg, wie in diesen Tagen von Seiten des Gerichts entschieden wurde.

Der Fall um den Quotenfehler bei Cashpoint:

  • abgeschlossene Sportwetten am 19. September 2015 in einem Heidenheimer Wettbüro an der Bahnhofstraße
  • es wurde auf den Anstoß der UD Levante beim Fußballspiel gegen den FC Barcelona in der spanischen Primera Divison gewettet
  • es gab eine ungewöhnliche Quote von 19
  • Levante hatte Anstoß und der Kläger Vito Marino erzielte so laut Wettschein mit seinem Einsatz in Höhe von 50 Euro einen Gewinn in Höhe von 960,20 Euro
  • Betreiber des Heidenheimer Wettbüros, Daniel Speyer, zahlte den Gewinn nicht aus
  • Wetten werden von der Firma Cashpoint, die ihren Sitz auf Malta hat, angeboten

Vito Marino erhielt den Gewinn an diesem Tag im Wettbüro nicht, was er zum Anlass nahm, um mit einer Klage dagegen vorzugehen. Beklagt wurde das Unternehmen Cashpoint, durch welches die Wetten angeboten wurden. Daniel Speyer, der Betreiber des besagten Wettbüros, war auch als Zeuge vor Gericht geladen.

Dieser berichtete bei seiner Aussage davon, dass er aufgrund der ungewöhnlichen Quote bereits vor Spielanpfiff mit dem Chefbuchmacher von Cashpoint telefoniert hatte, welcher ihm mitteilte, dass es sich tatsächlich um einen Quotenfehler handelte. Die Wette wurde daher noch vor dem Anstoß von Seiten des Buchmachers als nicht gültig erklärt. Diesen Hinweis gab Speyer an die Spieler im Wettbüro weiter, so die Aussage des Betreibers.

Kein Gewinn für den Kläger

Trotzdem also nach Aussage des Betreibers angekündigt war, dass die Wette aufgrund des Quotenfehlers nicht gültig sei, pochten die Spieler, so auch Marino, auf die Auszahlung des Gewinns, der nach dem Spiel noch immer entsprechend angezeigt wurde. Der Betreiber weigerte sich. Die Diskussionen endeten für Marino mit einem Hausverbot im Wettbüro.

Vor Gericht wollte der Spieler sich nun seinen Gewinn zurückholen – leider ohne Erfolg. Das Gericht entschied, dass Cashpoint lediglich den Wetteinsatz des Spielers in Höhe von 50 Euro zurückzahlen müsse. Vor Gericht wurde sich neben dem Streit um den vermeintlichen Gewinn zudem über den Betrieb des Wettbüros gestritten. Spieler gaben an, dass die Allgemeinen Geschäftsbedingungen beim Einsatz der ungültigen Wette nicht zu sehen gewesen seien, was der Betreiber Speyer jedoch abstritt.

Ist die Vergnügungssteuer für Wettbüros rechtens?

Ist die Vergnügungssteuer für Wettbüros rechtens?

In der Vergangenheit haben immer mehr Städte und Gemeinden entschieden, eine Vergnügungssteuer für Wettbüros zu erheben, mit dem Ziel die Anzahl entsprechender Etablissements einzudämmen.

Die Einführung der Steuer stieß vor allem bei den Betreibern der Wettbüros nicht auf Wohlwollen, denn viele Betreiber fürchteten um ihre Existenz. Auch die Stadt Freiburg hatte sich für die Einführung entsprechender Steuer entschieden. Nun allerdings wurde die Vergnügungssteuer für Wettbüros von der Stadt Freiburg ausgesetzt.

Grund für das Aussetzen der Wettbürosteuer in Freiburg:

  • der Verwaltungsgerichtshof des Landes (VGH) hat die gleiche Steuer in anderen Städten gekippt
  • unklar, ob die Vergnügungssteuer für Wettbüros rechtens ist
  • Freiburg wartet die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts ab

Nachdem die Vergnügungssteuer bereits vor vier Jahren in Freiburg eingeführt wurde, wurde sie nun ausgesetzt. Innerhalb dieser Zeit hat die Abgabe jedoch dabei geholfen, die Läden in der Stadt einzudämmen. Einige Betreiber haben ihre Geschäfte aufgegeben, andere Läden wurden in reine Wettannahmestellen umgewandelt. Neben der Steuer, die laut Experten einen Einfluss auf den Rückgang hatten, werden auch Kontrollen von Gewerbeaufsicht und Baurechtsamt dabei geholfen haben, die Anzahl der Wettbüros in Freiburg zu verringern.

Vergnügungssteuer rechtswidrig

In Bezug auf die Vergnügungssteuer für Wettbüros gab es nun bereits in einigen Städten VGH-Verfahren. In Mannheim und Lahr wurde die Steuersetzung von Seiten des VGHs als unwirksam erklärt, auch wurden die Steuerbescheide für Wettbüros in Rastatt und Kehl für rechtswidrig erklärt. In Dortmund hingegen läuft ein Revisionsverfahren, denn Nordrhein-Westfalens Oberverwaltungsgericht hatte die gleiche Steuersatzung für rechtmäßig erklärt.

Die rechtliche Unklarheit führte nun dazu, dass die Steuer für Wettbüros in Freiburg ausgesetzt wird. Die Vergnügungssteuer für Spielhallen ist hier nicht betroffen. Sobald die Entscheidung vom Bundesverwaltungsgericht getroffen wird, werden für Freiburg weitere Entscheidungen getroffen.

 

Lenkungswirkung im Kampf gegen Wettbüros

Lenkungswirkung im Kampf gegen Wettbüros

In vielen Städten in Deutschland ist die Einführung einer Wettbürosteuer aktuell ein Thema, so auch in Herford. Die Einführung einer entsprechenden Steuer ist vielerorts diskutiert, da die Städte auf diesem Weg den Wettbüros eine Kampfansage machen wollen. In Ostwestfalen-Lippe (OWL) haben bereits einige Städte eine Einführung der  Wettbürosteuer erwirkt. Zu diesen Städten gehören Bielefeld und Minden. In Herford wird aktuell eine entsprechende Steuereinführung geplant, um so das Wettangebot der Stadt lenken zu können.

Wettbürosteuer für Herford:

  • Wettbürosteuer als Thema beim Herforder Haupt- und Finanzausschuss in einer Sitzung
  • alle Büros, die Pferde- oder Sportwetten anbieten, sollen diese Form von Vergnügungssteuer bezahlen
  • in Herford würde dies drei Wettbüros betreffen

Neben der generellen Entscheidung, ob die Steuer in Herford tatsächlich eingeführt werden soll, müsste dann noch die Steuerhöhe festgelegt werden. Aktuell heißt es, dass die Wettbürosteuer sich nach der Größe der Etablissements richten würde. Der jährliche Steuerbetrag würde bei einem Volumen zwischen 25.000 und 30.000 Euro liegen. Für die Stadt ist jedoch nicht die zusätzliche Steuereinnahme vorrangig, sondern vielmehr gehe es darum, eine Lenkungswirkung zu erreichen und so die Verbreitung der Wettbüros in der Stadt eindämmen zu können.

Schließungsgefahr für Wettbüros

Die Einführung der Wettbürosteuer ist ein viel diskutiertes Thema, welches vor allem bei den Betreibern entsprechender Etablissements sauer aufstößt. Die Betreiber sehen sich in der eigenen Existenz gefährdet. In dem nahegelegenen Ort Minden gibt es vier Wettbüros. Seit vor Ort die Vergnügungssteuer eingeführt wurde, musste zwei der Wettbüros bereits den Betrieb einstellen. Diese Gefahr besteht auch für die Etablissements in Herford. Der Stadt gehe es nach eigenen Angaben jedoch nicht um die Schließung bereits bestehender Etablissements, sondern vielmehr um die Verhinderung, dass in Zukunft weitere Wettbüros in der Stadt eröffnen könnten.

Keine Sportwettkonzeßion in Neu-Ulm

Keine Sportwettkonzeßion in Neu-Ulm

Hier wurde festgestellt, daß der Anbieter über keine Konzeßion verfügte und so mußte der Spielbetrieb in dem Casino in Neu-Ulm eingestellt werden. Die Städte sind unzufrieden mit dieser Situation.

Laut Thomas Nägele, Leiter der Abteilung Sicherheit und Ordnung, mußte das Casino aufgrund der Rechtslage geschloßen bzw. der Spielbetrieb eingestellt werden. Der Experte macht deutlich, daß im Glückßpielstaatsvertrag verankert ist, daß Sportwettenanbieter über eine Konzeßion verfügen müßen, um das Angebot legal präsentieren zu können.

Die Vergabe der Konzeßionen erfolgt bundesweit aus Heßen. Auf der schwäbischen Seite wird von Seiten der Regierung ?eine Genehmigung erteilt, sobald eine Konzeßion dieser Art vorliegt. Da im Falle des Casinos in Neu-Ulm eine solche Konzeßion fehlte, soll das Wettbüro nun geschloßen werden. In Ulm hingegen ist nicht die Stadt für die Zulaßung der Wettbüros zuständig.

In Ulm selbst werden die Eröffnungen von Wettbüros als Information an das Regierungspräsidium weitergeleitet. Dieses hatte auch früher schon einige Etablißements geschloßen, was aber vorrangig an dem damals bestehenden Sportwettenmonopol lag. Durch die Rechtsprechung von Verwaltungsgerichtshof und Europäischem Gerichtshof gibt es das Monopol jedoch nun nicht mehr und die Rechtlage hat sich verändert.

Die privaten Wettbüros finden sich gesetzlich nun in einer Art Grauzone wieder. Ein Konzeßionierungsverfahren wird gerade in Heßen ausgearbeitet, aber die Regelung bezüglich von Sportwettangeboten besteht ja schon länger. Nach dieser sollen maximal 20 Lizenzen für Sportwettenanbieter vergeben werden.