Die beeindruckende Mondwette

Die beeindruckende Mondwette

Mit einem Blick zurück in die Vergangenheit würden sich wohl heute alle wünschen, dass sie in die Vergangenheit reisen und sich an dieser damals so unwahrscheinlich erfüllbaren Wette beteiligen könnten. Zu der Zeit damals jedoch war die Raumfahrt noch nicht so weit entwickelt, daher erschien der Wettvorschlag besonders risikoreich.

Zu diesem Zeitpunkt gab es erst ein paar Menschen, die den Weltraum besucht und einen Stein berührt hatten. Dass jemand auf einem anderen Planeten laufen würde erschien zu dieser Zeit sehr unwahrscheinlich. Daher ist es kaum verwunderlich, dass Threlfall lediglich einen Betrag von 10 Pfund in die risikoreiche Wette investierte.

Die Wartezeit sollte sich lohnen

Der exakte Wortlaut der Wette lautete "ein Mann, eine Frau oder ein Kind von egal welcher Nation der Erde würde auf dem Mond oder irgendeinem anderen Planet, Stern oder Himmelskörper in vergleichbarer Entfernung von der Erde sein, noch bevor der Monat Januar des Jahres 1971 erreicht sein würde". Die Zeit verging und die Raumfahrt entwickelte sich stetig weiter. Mit der Weiterentwicklung wurde auch das Interesse der anderen Menschen geweckt, die nun in die Wette mit einsteigen wollten oder versuchten dem Initiator David Threlfall sein Wettticket abzukaufen.

Doch Threlfall ließ sich nicht beirren und verkaufte nicht, denn er glaubte an JFKs Versprechen, dass ein Mann auf dem Mond laufen werde. Und so kam es dann auch: wir landeten auf dem Mond. Zu diesem Zeitpunkt hielt Threlfall sich in einem Fernsehstudio auf, um hier zu beobachten, wie Armstring seinen Fuß auf den Mond setzte. Direkt nach dem besonderen Moment erhielt der Spieler seinen 10.000 Pfund Scheck, den er sich durch den Wetteinsatz vor einigen Jahren in diesem Moment redlich verdient hatte.

Ausschreibung für Deutschland hat bereits begonnen

Ausschreibung für Deutschland hat bereits begonnen

Jedem Bundesland steht eine bestimmte Anzahl an Konzessionen zu. Für das Bewerbungsverfahren und die Auswahl soll das Ministerium für Inneres und Sport in Hessen zuständig sein. Durch Zufall ist man nun darauf aufmerksam geworden, dass die Ausschreibung begonnen hat, so der Verband Europäischer Wettunternehmer.

Als Vertreter des Monopols in Deutschland ist die Anwaltskanzlei CBH in Köln bekannt, die bisher den Deutschen Toto- und Lottoblock vertrat. Auf der Webseite des hessischen Ministeriums wird nun angegeben, dass diese Anwaltskanzlei auch für die Ausschreibungsbestimmungen zuständig sein soll.

Der Verband kann diesen Wiederspruch kaum fassen, da die Kanzlei als Verfechter des Monopols bekannt ist und nun für die Ausschreibung und somit für die Liberalisierung zuständig sein soll. Von Seiten der Kanzlei wurden in der Vergangenheit außerdem gerichtliche Verfahren gegen private Sportwettenanbieter eingeleitet, die nun als potentielle Bewerber für die Lizenzen auf dem Plan stehen.

Man befürchte nun, dass durch diese Tatsachen und durch die entsprechenden Vorgeschichten ein Interessenskonflikt entstehen könnte, auch wenn CBH letztlich nicht die Entscheidung bei der Konzessionsvergabe fällen wird. Daher soll nun nach Standesrecht geprüft werden, ob die angestrebte Verfahrensweise rechtlich überhaupt zulässig ist. Es macht sich derzeit Unverständnis darüber bereit, wieso das hessische Ministerium überhaupt eine Anwaltskanzlei beauftragen muss, um das Auswahlverfahren abzuwickeln.

Die Anträge können laut Webseite des Ministeriums bis zum 4. September dieses Jahres eingereicht werden, dann endet die Antragsfrist. Auch ausländische Bewerber müssen ihre Unterlagen in deutscher Sprache verfasst einreichen. Demnach müssen Urkunden und Zeugnisse in anderer Sprache vorab übersetzt werden.

Die kurze Frist und das nicht publik machen, dass das Auswahlverfahren bereits begonnen hat, sehen viele nun als Schikane an, da es vor allem auch ausländischen Anbietern sehr schwer gemacht wird. Wenn diese überhaupt davon erfahren, dass Bewerbungen bereits eingereicht werden können, so haben sie nun nur noch wenige Wochen Zeit, um die Unterlagen in deutscher Sprache, also übersetzt, zusammenzustellen.

Sportwelt geht mit Betrugsfällen hart ins Gericht

Die Eklats in Sachen Manipulation suchen immer wieder den Sport und besonders den Fußball heim.

In der Bundesrepublik fallen die Sanktionen für die Betroffenen in der Regel recht milde aus, sie erhalten meist Bußgelder und Suspendierungen. Dies traf auf auch auf einen Ex-Spieler des Hamburger Fußballvereins St. Pauli, Schnitzler zu.

Dieser erhielt kürzlich eine Sperrung vom Sportgericht des "Deutschen Fußballbunds" in Höhe von 30 Monaten. Diese läuft von Ende März dieses Jahres und endet Ende September 2013.

Das Gericht beschuldigte ihn des unsportlichen Verhaltens, sprich, er wurde angeklagt, vor drei Jahren unrechtmäßige Spielabsprachen mithilfe eines holländischen Wettunternehmens vorgenommen zu haben. Er erhielt für vier dieser Spiele 100.000 Euro, dies bestätigte Schnitzler auch.

Er wies aber die Beschuldigung von sich, Manipulationen auf dem Platz vorgenommen zu haben. Der DFB nahm diesen Fall genau unter die Lupe und stellte fest, dass nichts auf eine Betrugshandlung des Spielers hindeutet.

Dies kommt häufiger vor, denn immer wieder kursieren Meldungen von unrechtmäßigen Absprachen und Betrugsfällen. Diese können auch, wie man in der Türkei sehen kann, im großen Stil vorkommen.

Einrichtungen wie FIFA oder das "Internationale Olympische Komitee" möchten herausfinden, wie man diese Ereignisse vermindern kann und wie der Sport wieder im Mittelpunkt steht.

Die Betrüger selbst kann man nicht bekämpfen, aber es ist möglich, mit härteren Sanktionen die Anzahl dieser Vorfälle zu verringern.

Bodog darf in Großbritannien seine Dienste anbieten

Das Unternehmen Bodog wird zu den bekanntesten Wettunternehmen in der westlichen Heimsphäre gerechnet.

Nun erreicht es auch den europäischen Kontinent, denn das Unternehmen erhielt von der Glücksspielkommission des Vereinigten Königreiches eine Zulassung. Es geht noch ein Vierteljahr ins Land, ehe die Internetseite auf der Insel ihren Dienst aufnehmen soll. Es wurde bereits alles unternommen, damit dies reibungslos über die Bühne gehen kann.

Der Geschäftsführer des Unternehmens sagt, dass der Entschluss für das Vereinigte Königreich nicht von finanziellen Erwägungen geleitet war. Er war mit einer Schätzung, wann es Erträge im Land geben wird, nicht einverstanden und erklärte, dass man deshalb auf dem Markt Fuß gefasst hat, weil man auf dem größten Online Glückspielmarkt der Welt etabliert sein möchte.

Aktuell werden nur Spieler im Land in den Genuss von Sportwetten und Spielen fürs Online Casino des Unternehmens kommen. Die aktuelle Zulassung gilt nicht für das Pokerspiel, aber man will dies zukünftig ebenfalls integrieren.

Wenn diese Zulassung in Kraft tritt, dann verliert Bodog seine Zulassung in Antigua und ist verpflichtet, nur im Vereinigten Königreich Abgaben zu leisten. Nutzer, die nicht im Land ansässig sind, können die britische Seite nicht nutzen.

Man möchte eine großangelegte Marketingaktion in die Wege leiten, um Nutzer zu gewinnen. Für Bodog bedeutet diese Tatsache eine ausgedehnte Einflusserweiterung.

Das Unternehmen im Bereich Online Glücksspiel hatte schon sehr viel Erfolg und man darf damit rechnen, dass dies im Vereinigten Königreich genauso bleibt.

Jede Medaille hat zwei Seiten

Vor kurzem fanden sich die Länderchefs zu einer außerplanmäßigen Tagung in Berlin zusammen. Es war nur ein Thema zu diskutieren, und zwar die Erneuerung des Glücksspielvertrags. Die Länder, die sich mit der Regulierung auseinandersetzen, möchten Betreiber, die keine staatliche Lizenz vorweisen können, noch härter in die Zange nehmen.

Der Chef der Regierungszentrale in Sachsen-Anhalt, welche momentan die Bundesländerpolitik organisiert, ließ verlauten, dass man mit allem, was juristisch möglich sein, die unrechtmäßigen Wettunternehmen bekämpfen wolle.

Man wolle sicherstellen, dass die Dienstleister im World Wide Web illegale Offerten unzugänglich machen und man habe vor, die Transfers auf elektronischem Wege in Bezug auf die angesprochenen Unternehmen zu unterbinden.

So könnten die Unternehmen mit staatlicher Lizenz ungestört ihrer Tätigkeit nachgehen und so können nach Ansicht des Chefs 90 Prozent des aktuellen Schwarzmarktes auf Eis gelegt werden. Wenn dies glückt, dann könnte der Staat mit seiner geplanten Steuer, die ein Sechstel der Gewinne betrifft bis zu 400 Millionen einfahren. Ein Teil davon komme dem Breitensport zugute.

Der Arbeitskreis, der sich gegen Sperren im Bereich des Internets ausspricht und der Chaos Computer Club raten in Bezug auf den neuen Glücksspielvertrag, der momentan unter Ausschluss der öffentlichkeit besprochen wird, vorsichtig zu sein. Der Club erhielt eine Vorlage des Vertrags und in dieser wurde klar, dass die Länderchefs wiederholt Sperren im Internet in Erwägung ziehen.

Der Arbeitskreis verlangt von ihnen sofort den Status der Gespräche zu offenbaren und die öffentlichkeit daran teilhaben zu lassen. Die Vorlage zum neuen Vertrag ist der breiten öffentlichkeit nach wie vor verborgen. Rahmenpunkte wurden vor kurzem von Seiten der Staatskanzlei des Bundeslandes Sachsen-Anhalts bekanntgemacht, in Form einer Pressemitteilung.

Im kommenden Jahr will man sieben Zulassungen für Betreiber von Sportwetten verteilen, dies heißt auch, dass der Rest leer ausgeht. Als Folge davon würden sie in der Bundesrepublik keine rechtliche Grundlage mehr haben und fallen dann unter eine potentielle Netzsperre. Dieser Mitteilung zufolge waren sämtliche Ministerpräsidenten mit dem Entwurf prinzipiell einverstanden.

Lediglich Schleswig-Holstein sei noch mit Prüfungen beschäftigt. Die Regierung des Bundeslandes, bestehend aus CDU und FDP, ist mit dem Ausmaß der geplanten Liberalisierung nicht einverstanden. Hier hat man in Bezug auf die Netzsperren keinerlei Probleme. Das Bundesland möchte nur mehr Zulassungen ermöglichen.

Ein Mitglied des AK Zensur sagte, dass es sich hierbei um noch einen Versuch handle ein Netz aus Zensuren in der Bundesrepublik zu etablieren. Dieser befindet sich nun unter dem Vorwand, die Spielsucht bekämpfen zu wollen. Doch es ist viel naheliegender, dass man Angst hat, steuerliche Einbußen infolge von Glücksspielseiten im Ausland hinnehmen zu müssen.

Hiermit sei die Informationsfreiheit im World Wide Web in Gefahr. Man sei der Ansicht gewesen, die Politik hätte bei den Problemen in Bezug auf den Jugendmedienschutzvertrag und dem Zugangserschwerungsgesetz ihre Lehren gezogen. Welchen Methoden hierbei angewendet werden sollen, steht nicht in diesem Entwurf.

Man muss aber Sorgen haben, dass die Interventionen in diesem Fall noch mehr als nur Haltepunkte des letztgenannten Gesetzes darstellen werden. Es wäre möglich, dass die Provider, die den Zugang ermöglichen, dazu veranlasst werden Sperren auf Niveau der IP-Adressen oder sogar Deep Packet Inspections einzuführen. Diese Methoden kennt man sonst nur aus totalitären Staatssystemen.

Der Sprecher des CC bemängelte, dass trotz der lang andauernden Diskussionen in Bezug auf diese Sperren und dem politischen Misserfolg dieser Methoden, die nicht nur in technischer Hinsicht wenige effektiv seien sondern auch noch der Demokratie Schaden zufügten, keine Bereitschaft der Staatskanzleien in den Bundesländern existiere, neue Wege einzuschlagen.

Hier schalte man auf stur und wollte mit den Netzsperren, ungeachtet der großen Probleme mit ihnen, weitermachen. Der AK Zensur verlangte von den Länderchefs wie gesagt, den momentanen Standpunkt der Verhandlungen in Bezug auf den Staatsvertrag zugänglich zu machen. Zudem soll noch erläutert werden, welche technischen Methoden im Hinblick auf die Netzsperre in der momentanen Vorlage verwendet werden sollen.

Außerdem will man noch, dass eine Diskussion über DNS-Manipulationen und einer Teilhabe der Öffentlichkeit bei den Verhandlungsgesprächen statt den "geheimen Treffen" ermöglicht wird.

Im Entwurf von Dezember letzten Jahres war zu lesen, dass die Aufsicht im Bereich der Glücksspiel im Hinblick auf das Telemediengesetz, nach vorangegangener Öffentlichmachung ungesetzlicher Glücksspielofferten, die verantwortungsbewusste Zusammenarbeit im Bereich des Zugriffes auf untersagte Angebote verbietet.

Das Grundrecht des Fernmeldegeheimnisses, zu finden in Artikel 10 des Grundgesetzes, erfährt durch Satz 1 Beschränkungen. Hierunter fallen Prozesse in der Telekommunikation im Telekommunikationsgesetz.

Wenn aber illegales Glücksspiel nicht nur in einem Land angeboten oder weitergeleitet wird oder Werbung in diesem Fall stattfindet oder in einer anderen Form den öffentlich-rechtlichen Verpflichtungen zuwidergelaufen wird, dann besteht für das angesprochene Land die Chance, die dafür zuständige Institution damit zu beauftragen, die nötigen Kriterien in einem Fall nicht zu berücksichtigen oder auszuführen.

Dies kann auch gemacht werden, wenn ein Einfluss für das betroffene Land besteht. Die Durchführung erfolgt nach den Gesetzen des beauftragten Landes. Diese Vorgaben dienen der Erläuterung. Ihnen zufolge ist es möglich, dass Institute die sich mit Krediten oder Finanzdienstleistungen befassen und Serviceanbieter nach dem Telemediengesetz, im Laufe einer Rechtsverweisung als Schuldige belangt werden.

Dies kann nur geschehen, wenn diesen vorher die Beteiligung an illegalen Glücksspielofferten von der entsprechenden Behörde bekannt gemacht wurde. Dies basiert darauf, dass die Organisationen dieses Glücksspiels vorher ohne Erfolg von der Aufsichtsinstitution genutzt wurde, besonders aufgrund einer Verbindung zum Ausland.

Die Vorgaben hier sollen die Zitiervorgabe bei Beschränkungen des Grundrechts decken. Der Internetanbieter soll nach diesen Vorgaben in Bezug auf eine Störerhaftung als Mittler von unrechtmäßigen Dienstleistungen zur Rechenschaft gezogen werden.

Als Schlussfolgerung lässt sich sagen, dass nach über zwei Jahren hitziger Debatten im Hinblick auf die Konsequenzen von Sperrungen in Bezug auf das Internet und dem Grundsatz eines Informationsschatzes, der öffentlich zugänglich ist, die aufgestellten Thesen recht unverfroren sind.

Sperren im World Wide Web sollen nur die Aufgabe haben, das Geschäftsprinzip zu sichern und damit auch die Erträge daraus. Mitte Juni findet das nächste Zusammentreffen der Ministerpräsidenten statt. Hier will man schon den Vertrag absegnen.