Auszahlung von Casinogewinnen direkt auf ein Tagesgeldkonto?

Auszahlung von Casinogewinnen direkt auf ein Tagesgeldkonto?

Als Kunde kannst Du auswählen, ob Du Ein- und Auszahlungen direkt mit dem Girokonto durchführen möchtest, oder ob E-Wallets, PayPal oder andere Methoden interessanter für Dich sind. Im Zuge dieser Weiterentwicklung fanden wir es besonders interessant in Erfahrung zu bringen, ob es möglich ist, Ein-und Auszahlungen direkt von und auf ein Tagesgeldkonto vorzunehmen?

Fakten zum Tagesgeldkonto:

– verzinstes Konto

– ohne feste Laufzeit

– ausschließlich Guthabenkonto

– ohne Dispositionskredit

– keine Lastschrift-Funktionalität

– nicht für den allgemeinen Zahlungsverkehr vorgesehen

– Überweisungen bei vielen Anbieter ausschließlich auf das Girokonto

Für regelmäßige Spieler ist ein Tagesgeldkonto oftmals interessant, zum einen, weil es nicht die Möglichkeit gibt dieses zu überziehen, zum anderen, weil man als Spieler täglich Zugriff auf das eigene Guthaben hat. Ein weiterer Vorteil ist, dass man hier die Ausgaben und Gewinne gut im Überblick behalten kann, wenn es lediglich für Gewinne aus dem Glücksspiel genutzt wird. Viele Spieler nutzen es für das Glücksspiel, natürlich stellt sich hier dann die Frage, ob das Konto auch direkt für Ein- und Auszahlungen im Online Casino oder für Online Sportwetten genutzt werden kann?

Nicht für den allgemeinen Zahlungsverkehr vorgesehen

Mit Sicherheit gibt es Tagesgeldkonten bei denen die direkte Auszahlung von einem Glücksspielkonto auf das entsprechende Konto möglich ist. Dies ist allerdings nicht zu empfehlen, denn viele Tagesgeldkonto Anbieter legen Wert darauf, dass die Einzahlungen von einem Girokonto unter gleichem Namen kommen. Hier würde sonst die Gefahr bestehen, dass man als Kontobesitzer im Verdacht steht, Geldwäsche zu betreiben. Bei Auszahlungen vom Tagesgeldkonto direkt auf ein Online Spielerkonto können wir mit Sicherheit sagen, dass dies nicht möglich ist.

Es muss immer das Girokonto als Zwischenkonto genutzt werden, denn dieses wird bei den Anbietern von Tagesgeldkonten als Referenzkonto angegeben. Sicherer ist es in jedem Fall, das eigene Tagesgeldkonto immer über das Girokonto zu nutzen und so viel mehr Aufwand ist dies auch nicht. Von der direkten Nutzung des Tagesgeldkontos raten wir ab, in den meisten Fällen ist dies auch so oder so nicht möglich.

Kampf gegen illegales Glücksspiel gleich totale Überwachung

Kampf gegen illegales Glücksspiel gleich totale Überwachung

Dies zu erledigen wurde dem Bundesland Niedersachsen in Auftrag gegeben, bisher allerdings wurden diesbezüglich keine weiteren Schritte unternommen. Vor allem Datenschützer sehen sich gezwungen einzugreifen, denn der Eingriff in den Zahlungsverkehr würde nach Angaben von Experten die totale überwachung bedeuten, die alle Personen betreffen würde.

Rechtliche Probleme beim Financial Blocking

Um die überwachung des Zahlungsverkehrs und damit das Unterbinden von bestimmten Zahlungsströmen zu ermöglichen, müssten die Daten aller in Deutschland lebender Personen erfasst werden. Damit würde sowohl der Datenschutz als auch die Sicherheit verloren gehen, denn alles würde überwacht werden, sowohl die überweisung direkt in der Bank als auch die im Internet.

Offensichtlich ist der Kampf gegen das illegale Glücksspiel, nachdem jahrelang keine Maßnahmen ergriffen wurden, nun ein solch wichtiger Faktor, dass der Schutz der persönlichen Informationen und Daten aller Personen weniger eine Rolle spielt. Die Regulierung des illegalen Glücksspiels scheint nun ganz oben auf der To-Do-Liste der Regierung zu stehen.

Der Prozess des Sperrens von Zahlungsverkehr zwischen bestimmten Personen oder Institutionen heißt Financial Blocking. Banken und Zahlungsdienstleister wären hierdurch in der Pflicht jeglichen Zahlungsverkehr zu überwachen und verdächtige Aktivitäten zu melden. Rechtlich ist dies jedoch nicht ganz so einfach, da durch eine solche Maßnahme der Datenschutz nicht ausreichend gewährleistet werden könnte.

Paypal an erster Stelle

Paypal an erster Stelle

Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich hierbei eine Zahlungsmethode besonders durchgesetzt und wird hauptsächlich verwendet. Bei dieser Zahlungsmethode handelt es sich um Paypal.

Platz 1 erhält die Zahlungsmethode Paypal im Internet durch eine Studie mit dem Namen "Der Internet-Zahlungsverkehr aus Sicht der Konsumenten in D-A-CH", die von Seiten des E-Commerce-Center Handel am Institut für Handelsforschung im Internet durchgeführt wurde. 20 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass Paypal beim Online-Payment als Zahlungsmethode ausgewählt wird, damit ging der erste Platz eindeutig an das Unternehmen Paypal. Per Rechnung, Lastschrift, Kreditkarte oder Vorkasse sind die anderen Alternativen, die von den Kunden meist in dieser Reihenfolge, sofern vorhanden, als nächstes angewählt werden.

Trotz der verschiedenen Zahlungsmethoden, die den Kunden im Internet angeboten werden, hat Paypal sich hierzulande eindeutig durchgesetzt. Bei bekannten Online Shops wie Ebay oder Amazon wird längst diese Zahlungsmethode angeboten, aber auch in den Online Casinos wie zum Beispiel 888 ist die bequeme Zahlung per Paypal problemlos möglich.

Trotz des eindeutigen Ergebnisses ist die Auswertung der Studie mit Vorsicht zu genießen, denn es kann nicht eindeutig festgelegt werden, dass Paypal am beliebtesten ist. Es ist zwar deutlich zu merken, dass Paypal zu den beliebtesten Zahlungsmitteln zählt, dennoch gibt die Studie keinen Aufschluss darüber, welche Zahlungsmethoden gleichzeitig alternativ angeboten wurden.

So heißt es meistens, dass die Option per Rechnung zu Zahlen bei den Kunden am beliebtesten ist. Sollte diese jedoch nicht verfügbar sein, so hat sich Paypal als beste Alternative für die Kunden durchgesetzt, dies zeigt auch das Käuferverhalten, wenn es um die Zahlungsmethode geht.

Deutschlands Glücksspielregulierung weiterhin unsicher

Deutschlands Glücksspielregulierung weiterhin unsicher

Viele wünschen sich, dass die Ministerpräsidenten der 15 Bundesländer sich ein Beispiel an dem schleswig-holsteinischen Gesetz nehmen, aus dem in Kürze die ersten Steuereinnahmen in die Landeskassen fließen werden. So oder so, wird eine baldige Neuregelung erwartet.

Das Online Glücksspiel ist weltweit in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Auch Deutschland bietet einen enorm großen Online Glücksspielmarkt, auch wenn dieser derzeit fast im ganzen Land illegal ist. Mit der neuregulierung des Glücksspielstaatsvertrages sollte sich dies ändern und der Schwarzmarkt sollte durch entsprechende Regulierungen verkleinert werden.

Ein Gesetz in diese Richtung setzte jedoch bisher lediglich Schleswig-Holstein durch, da das nordische Bundesland eine komplette Liberalisierung vorgesehen hat. Auch die EU-Kommission befürwortete diesen Vorschlag des nordischen Bundeslandes und so kommt es, dass die Regelungen in Deutschland derzeit nicht einheitlich sind.

Gewünscht wird jedoch von allen Seiten, dass für das ganze Land eine entsprechende Regulierung gefunden werden kann. Die anderen 15 Bundesländer scheinen jedoch mit dem Vorschlag Schleswig-Holsteins bis heute nicht konform zu gehen und haben ihren eigenen Entwurf schon mehrfach präsentiert und überarbeitet und dennoch ist die EU-Kommission mit den geplanten Regelungen der 15 Ministerpräsidenten nicht einverstanden.

Besonders kritisiert wurde die ungleiche Behandlung von Sportwetten und anderen Glücksspielvarianten wie Online Casinos und Online Poker, die weiterhin komplett verboten bleiben sollen, während für Sportwetten 20 Lizenzen vorgesehen sind. Auch die Beschränkung der Lizenzen wurde von Seiten der EU-Kommission kritisiert.

Für die privaten Anbieter ist der sogenannte E-15-Entwurf nicht gerade mit Vorteilen behaftet und auch diese wünschen sich eine einheitliche Regelung in Deutschland, die sich das Gesetz aus Schleswig-Holstein zum Vorbild nehmen sollte.

Studien beweisen, dass die Suchtgefahr, die von Online Sportwetten ausgeht, genauso hoch ist, wie die Suchtgefahr beim Online Poker. Aus diesem Grund sieht die EU-Kommission die Begründung mit der Spielsucht in Bezug auf das Verbot von Online Casinos und Online Poker bei dem E-15-Entwurf für nicht gerechtfertigt.

Als weitere Begründungen wurden außerdem Themen wie Geldwäsche und Kriminalität angesprochen, wo die Gefahr jedoch von den meisten Zuständigen eher beim Schwarzmarkt als bei einem regulierten Glücksspielmarkt in Deutschland gesehen wird.

Die angegebenen Gründen sprechen aus Sicht der Experten also eher dafür, eine Legalisierung des Glücksspielmarkts in die Wege zu leiten, anstelle an den Verboten festzuhalten. Auch die Sicherheit der Spieler und die Sicherheit beim Zahlungsverkehr könnten durch neuste, technische Mittel gewährleistet werden.