Neue Herausforderungen für Trafikanten

Neue Herausforderungen für Trafikanten

Besonders in Bezug auf den Tabakverkauf wird es schon bald große Veränderungen geben. Zigaretten mit Geschmacksbeigaben sollen schon ab Mai dieses Jahr verboten werden. Darüber hinaus sollen in Österreich die Zigarettenpackungen mit Schockbildern eingeführt werden. Eine weitere Veränderung bezieht sich auf die Sportwetten-Terminals, die eventuell in Zukunft aus den Trafiken verschwinden werden.

Bevorstehende Veränderungen für Trafikanten:

– ab Mai sind Zigaretten mit Geschmackszugaben verboten

– bei Menthol-Zigaretten gibt es eine Übergangsfrist bis 2019

– neue Verpackungen mit drastischen Fotos von Folgeerkrankungen bei starken Rauchern

– neuen Packungen ohne Angaben über Nikotin-Werte aufgedruckt

– Sportwetten-Terminals könnten wieder aus den Trafiken verschwinden

Trafikanten gehen davon aus, dass durch die Veränderungen im Bereich der Tabakindustrie einige Neuerungen in den Läden Einzug halten werden. Hierzu wird nach Meinung der Trafikanten auch mehr Beratung notwendig werden, denn nur noch Schreckensbilder zeigen den Rauchern die Nikotinwerte nicht. Auch glauben die Trafikanten, dass die Schutzhüllenindustrie wie ein Pilz aus dem Boden wachsen wird.

Erst vor wenigen Monaten wurden in den Trafiken Sportwetten-Terminals aufgestellt. Diese könnten schon in Kürze wieder abgebaut werden müssen. Grund hierfür ist die Lustbarkeitsabgabe, für die bis zu 250 Euro pro Monat fällig werden könnten. Dies können sich die Trafikanten langfristig nicht leisten, was dazu führt, dass viele bereits jetzt über einen Abbau der Geräte nachdenken.

Tetris als Anti-Sucht-Mittel

Tetris als Anti-Sucht-Mittel

Bei dem Experiment konnte bei den Teilnehmern durch das Game Tetris die Lust auf Alkohol, Zigaretten und Junkfood von 70 auf 56 Prozent verringert werden. Als Grund dafür wird die Ablenkung gesehen. Das Spiel Tetris bietet den Gamern einen Reiz, durch den die Lust auf Suchtmittel bei Seite geschoben wird. Der Grund hierfür wird in der optischen Vorstellungskraft gesehen, die bei dem Spiel Tetris angesprochen wird.

Dadurch, dass die Spieler während des Spiels diese Vorstellungskraft brauchen, um dem Spiel zu folgen, können diese sich währenddessen nicht den Konsum von einem Suchtmittel bildlich vorstellen. Die Personen können sich nur eine Sache gleichzeitig vorstellen, sodass während des Spiels Tetris das Verlangen nach Zigarette oder Alkohol deutlich zurückgeschraubt wird.

Der Tetris Effekt gegen die Sucht

Bei dem Versuch wurde festgestellt, dass das Tetris Spiel die Teilnehmer sogar eine ganze Woche lang von den eigentlichen Süchten ablenken kann. Während die Gamer sich mit dem Spiel beschäftigten, war der Drang nach Zigaretten und Alkohol nahezu nicht vorhanden. Forscher wollen dies nun auch in Bezug auf andere Suchtmittel testen. In Bezug auf Drogen wurden hier noch keine eindeutigen Versuche unternehmen. Für Drogenabhängige könnte das Spiel Tetris jedoch in der Zukunft eine wichtige Freizeitbeschäftigung werden.

Neue Erkenntnisse in der Glücksspielsucht

Glücksspielsucht ist, wie die meisten Suchterkrankungen auch eine schwierige Thematik. Doch sie ist ein Problem, mit dem man sich auseinandersetzen sollte. Dies sollte man besonders dann tun, wenn man sich selbst gern im Online Casino tummelt, bei Sportwetten mitmacht oder regelmäßig Lotto spielt.

Wenn man gerne spielt, sollte man sich immer beobachten, denn verantwortungsbewussten Spielen trägt dazu bei, eine Sucht zu bekämpfen. Forscher der Universität in Barcelona haben nun herausgefunden, dass es vier verschiedene Arten von zwanghaftem Spiel gibt und rückten die Spielsucht in eine neues Licht.

Im "Canadian Journal of Psychiatry" haben die Forscher die Resultate der Studie vor kurzem öffentlich gemacht. Das Resultat ist klar wie Kloßbrühe.

Bislang wurden die verschiedenen Suchtkranken in eine Schublade gesteckt, dabei gibt es hier Differenzierungen.

Man benötige unterschiedliche therapeutische Maßnahmen für jede Art von Spielsüchtigen, so die Leiterin der Studie. Nur so könne man während der Behandlung überhaupt sicherstellen, dass die verschiedenen Bedürfnisse der Patienten Rücksicht finden.

Auch eine Mitarbeiterin der Abteilung Glücksspielsucht der Klink für Psychiatrie und Psychotherapie an der Charite Berlin sagt, dass in der Behandlung von Suchtkranken besonders zwei Arten vorkommen. Für den einen Typus stelle das Spiel ein Arzneimittel dar und für den anderen eine Stimulation.

Beim ersten Typus wird das Spiel, sei es Glücksspiel oder eine andere Art des Spiels, dazu benutzt, eine Angst zu verstecken oder eine Depression zu vermeiden. Das Spiel wird hier als Fluchtmittel angewendet und zur Umgehung von Problemen. Hier findet man häufig auch weibliche Spieler, obwohl die Spielsüchtigen in aller Regel männlich sind.

Zum zweiten Typus zählen Menschen, die den "Kick" brauchen. Diese holten sich ihr Spannungsbedürfnis mit dem Spiel um Bares. Bei ihnen sei das Hoffen und Beten besonders wichtig, was beim Roulette oder bei Sportwetten aber weniger bei den Spielautomaten vorkommt, so die Mitarbeiterin.

Für die Psychologen und Therapeuten stellt das Thema der verschiedenen Suchtcharaktere einen wichtigen Aspekt dar, weil diese den Behandlungsprozess beeinflussen. Bislang diagnostizierte man bei den Suchtkranken eine Störung der Impulskontrolle und sie wurden auf dieser Basis behandelt.

Doch in der Fachwelt ist diese Methode nicht mehr unumstritten, weil bei den Kranken große Unterschiede vorhanden seien. Dies habe die Studie der Universität Barcelona bekräftigt. In Zukunft soll deswegen eine Kategorie im Bereich "Verhaltens- und Substanzsüchte" eingerichtet werden, hier soll auch die Spielsucht enthalten sein.

Auf dieser Basis könne die Effektivität der Behandlungen besser erforscht, Medikamente zur Vorbeugung von Rückfallen kontrolliert und Übernahme der Ausgaben besser gemacht werden.

Vorbeugungsarbeit in Schulen sei denkbar und Glücksspieler hätten besseren Zugriff auf Hilfsangebote, so die Mitarbeiterin der Charite. Zudem müsse auch die Gesellschaft für diese Thematik sensibilisiert werden. Glücksspielsucht sei eine Krankheit, die nicht mit zusammennehmen und weniger spielen zusammenhänge.