Weiterhin rote Zahlen bei Zynga

Weiterhin rote Zahlen bei Zynga

Dennoch scheint dieses Jahr für das Unternehmen nicht von Erfolgen gekrönt zu sein, denn das Unternehmen schreibt weiterhin rote Zahlen. Die Bilanz des dritten Quartals dieses Jahres sieht für Zynga nicht gut aus, denn es wurden Verluste in Höhe von 90 bis 105 Millionen Euro eingefahren.

Mit den roten Zahlen ist auch die Zynga Aktie weiterhin gefallen. An der Börse macht sich nun Enttäuschung breit. Denn bereits nach dem schlechten zweiten Quartal fiel die Aktie auf etwa 40 Prozent. Der Spieleanbieter hat unter anderem eines der erfolgreichsten Spiele auf Facebook, Farmville, zu verantworten. Die roten Zahlen werden mit der Abschreibung auf die im Frühjahr gekaufte Spielefirma OMGPOP in Verbindung gebracht.

Zum Zeitpunkt der übernahme durch Zynga war das Unternehmen gerade auf dem Höhepunkt des eigenen Erfolgs und aus diesem Grund war der Preis für Zynga besonders hoch. Nach der übernahme des Anbieters, der das Spiel "Draw Something" entwickelt hat, gingen jedoch die Besucherzahlen rapide zurück, was Zynga letztlich in die roten Zahlen brachte.

Bisher konnte Zynga die eigenen Erfolge hauptsächlich über die soziale Plattform Facebook verbuchen. Hier wurden auch die höchsten Einnahmen für das Unternehmen generiert. Doch die Beliebtheit von Seiten der Kunden scheint zurückgegangen zu sein, denn die Spieler sind sehr verhalten, investieren weniger und scheinen weniger Interesse zu haben. Vielleicht ist dies auch ein Grund dafür, dass das Unternehmen sich nun mehr auf das Echtgeld Angebot konzentrieren will.

Der Gründer und Chef Markus Pincus plant die Präsentation von Echtgeld Spielen, vorrangig Online-Poker. Die Zahlen sind auch ihn nicht entgangen und gegen die sinkenden Umsätze müssen laut dem Gründer nun Maßnahmen ergriffen werden. Hierzu zählen Kosteneinsparungen. Die Strategie des Unternehmens müsse geändert werden und somit auch die zukünftige Vorgehensweise. Trotz der roten Zahlen sei die Fangemeinde weiterhin sehr groß, denn immerhin zählen 311 Millionen Spieler zu dem Netzwerk von Zynga.

Doch nicht nur Zynga selbst leidet unter den Umsatzeinbußen. Auch für Facebook ist der Wert der Aktie an der Börse gesunken. Bisher ist das Angebot von Zynga auf Facebook für das Unternehmen weiterhin die Haupteinnahmequelle, trotzdem das Unternehmen eine eigene Plattform für die Echtgeld-Spiele aufgebaut hat.