Als Pokerspieler muss man eins besonders gut können: bluffen. Phil Ivey ist einer der bekanntesten und besten Pokerspieler und daher ist das Bluffen für ihn eine Methode, die er wahrscheinlich sogar im Schlaf beherrscht. Dies bewies der Pokerprofi in der Vergangenheit bereits einige Male. Doch nicht nur beim Pokern ist der Profi im Tricksen gut, auch in anderer Hinsicht hat er bewiesen, dass er sich selbst leicht einen Vorteil beim Spielen verschaffen kann. Während dies für ihn viele Male Gewinne bedeutete, kann ihm genau das nun teuer zu stehen kommen.

Iveys Bluff gegen das Borgata Hotel Casino & Spa in Atlantic City:

  • Vorwurf des Edge Sortings gegen Ivey durch das Borgata
  • Gewinnrückforderung von Ivey und seiner Spiel-Partnerin Cheung Yin Sun
  • Edge Sorting: Beobachtung der Kartenrückseiten zur Nutzung von Auffälligkeiten
  • eigentlich ist Edge Sorting nicht verboten, aber Ivey habe einen Vertrag mit dem Casino verletzt
  • Iveys und Sun sollen rund 10 Millionen Euro an das Casino zurückzahlen

Der Fall wird bereits seit geraumer Zeit vor Gericht diskutiert und sorgte in der Vergangenheit in den Medien bereits für Schlagzeilen. Natürlich möchte Ivey den Betrugsvorwurf nicht einfach so auf sich sitzen lassen. Die Anwälte des Pokerprofis haben Berufung eingelegt, da sie das Urteil als nicht gerechtfertigt ansehen. Mit dem Urteil würde signalisiert werden, dass beim Glücksspiel Intelligenz und Können nicht eingesetzt werden dürfen, um zu gewinnen.

Der Vorwurf des Borgatas war nicht der einzige, der in letzter Zeit diskutiert wurde. Ivey wurde auch zur Rückzahlung von 7,8 Millionen Pfund von Seiten des Genting Casinos UK verpflichtet. Auch in diesem Fall ging es um Edge Sorting, welches Ivey im Casino angewendet hatte, um sich so einen Vorteil beim Spielen zu verschaffen.