Im Innenausschuss des Landtags konnte man sich nun auf eine Beschlussempfehlung einigen, während die Linken sich mit ihrer Stimme enthielten, da die geplanten Regelungen ihrer Meinung nach nicht streng genug seien.

Zu den vorgesehenen Regelungen in dem neuen Thüringer Glücksspielgesetz zählen der Mindestabstand zwischen den Spielhallen von mindestens 500 Metern Luftlinie und das Verbot von Spielhallen in der Nähe von Jugendeinrichtungen und Schulen. Auf diese neuen Regelungen konnte man sich offensichtlich bereits einigen.

Zusätzlich wurden weitere Regelungen vorgeschlagen, wie beispielsweise die Verlängerung der Schließzeit von Spielhallen von 5 Stunden auf 8 Stunden in Zukunft. Mit dem neuen Glücksspielgesetz in Thüringen soll außerdem daran erinnert werden, dass in den Spielhallen sowohl Sportwetten verboten sind, als auch das Nutzen von Glücksspielangeboten im Internet.

In Thüringen wurde erst vor kurzer Zeit die Zustimmung zu dem geplanten Glücksspieländerungsstaatsvertrag gegeben. Damit eine landesübergreifende Regelung in Deutschland geschaffen werden kann, sah Thüringen sich nun in der Pflicht, auch die Gesetze in Bezug auf die Spielhallen des Bundeslandes anzugleichen und strenger zu fassen.

Aus diesem Grund wurden nun Veränderungen an dem Thüringer Glücksspielgesetz vorgenommen. Das neue Gesetz soll durch den Landtag noch in dieser Woche verabschiedet werden. Trotz der Enthaltung der Linken ist davon auszugehen, dass das neue Gesetz verabschiedet werden wird, da der größte Teil von CDU und SPD der Beschlussempfehlung zugestimmt haben.

Zu den neusten Regelungen sollen auch Aufgaben der Suchtprävention zählen. Hierzu wird beispielsweise die ausreichende Aufklärung der Spieler in den Spielhallen gezählt. Es soll in Zukunft an den Betreibern der Spielhallen liegen, dass die Spieler vor Ort über die Suchtgefahr beim Glücksspiel aufgeklärt werden.

Vonseiten des Verbandes der Automatenkaufleute wird nun befürchtet, dass viele Betreiber von Spielhallen ihr Geschäft aufgeben müssen, da die Einnahmen voraussichtlich extrem zurückgehen werden, so Thomas Breitkopf, der Chef des Verbandes.

Vonseiten der Linken wurde vor allem kritisiert, dass in den Plänen nicht berücksichtigt wurde, welcher Betrag in Zukunft dem Thüringer Sportbund und der Liga der freien Wohlfahrtpflege aus den Landeseinnahmen des Glücksspiels zugeschrieben wird. Die Fraktion hatte vorgeschlagen, die diesjährig geltende Mindestgrenze von 9,8 Millionen Euro beizubehalten.