Tombola in der Kritik

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Tombola Ticket

In Sangerhausen sorgt das Veranstalten einer Tombola aktuell für Diskussionen. Der Grund hierfür: eine Tombola falle unter das Glücksspiel. Dementsprechend dürften keine Lose an minderjährige Spieler verkauft werden. Doch wie wird entschieden, wenn die Lose für einen gemeinnützigen Zweck gekauft würden. Die aufkeimende Diskussion könnte ewig so weiter geführt werden, allerdings meldete sich Sachsen-Anhalts Finanzminister André Schröder (CDU) zu Wort und machte deutlich, dass keine Gesetzesänderung aufgrund dieser Frage notwendig sei.

Fakten zum Losverkauf:

  • Veranstaltung einer Tombola ist in Sachsen-Anhalt gestattet
  • Minderjährige dürfen alleine keine Lose kaufen/verkauft bekommen
  • in Begleitung von Erwachsenen dürfen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren Lose erwerben
  • ein Hinweisschild würde bei der Absicherung helfen
  • eine gesetzliche Änderung wird hier nicht als notwendig angesehen

Veranstalter in der Pflicht

In Sachsen-Anhalt ist es so, dass Minderjährige von der Teilnahme an öffentlichen Glücksspielen ausgeschlossen sein müssen. In der Verantwortung befindet sich hier jeweils der entsprechende Veranstalter. Nach Angaben des Innenministers könnte dieser sich also Absichern, indem er ein Schild mit dem Hinweis darauf, dass der Loserwerb für Minderjährige nur in Begleitung von Erwachsenen möglich ist, aufstellt. Auf diesem Weg wären alle Beteiligten ausreichend informiert und der Schutz der Kinder und Jugendlichen könnte gewährleistet werden. Ob Kinder und Jugendliche dann Lose kaufen können oder nicht, das entscheidet der Erziehungsberechtigte.

Die Stadt verbietet nichts

Neben den Losverkäufen bei entsprechenden Tombolas, gibt es außerdem noch Tombolas, die zu einem guten Zweck veranstaltet werden. Diese fallen nach Angaben des Innenmisters nicht unter das Gesetz, da hierbei keine Erwerbsabsicht verfolgt würde. Aktuell wird beim Innenministerium hier kein Bedarf gesehen, eine gesetzliche Veränderung vorzunehmen. Dennoch werden solche Themen nach Angaben des Innenministers regelmäßig überprüft. In Bezug auf eine Tombola, die durch das Scholl-Gymnasium durchgeführt werden sollte, gibt Schröder an, dass hier kein Verbot durch die Stadt erteilt wurde. Hier wurden von Seiten des Veranstalters selbständig Entscheidungen getroffen, die Stadt hat demnach nichts verboten und es sollte hieraus auch kein Vorwurf entstehen.

Tombola in der Kritik

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