Der 79-jährige stand fast 40 Jahre an der Spitze der Casinos Austria und prägte das österreichische Glücksspielgeschäft als Generaldirektor der Casinos Austria, als Chef des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC) sowie als IOC-Mitglied. Nach einer langen Krankheit verstarb der Österreicher im Alter von fast 80 Jahren.

Nach einem Studium an der Wiener Hochschule beriet er Kanzler Josef Klaus (ÖVP) in Wirtschaftsfragen von 1964 bis 1967. Im Jahr 1968 beauftragte dieser den damals 31-jährigen die Casinos Austria wieder auf eine seriöse Ebene zu bringen. Im Jahr 1968 wurde Wallner zum Generaldirektor der Casinos Austria ernannt.

Als Chef der Österreichischen Lotterien, der er seit dem Jahr 1986 war, etablierte er unter anderem das bekannte Lotto "6 aus 45". Seinen Posten als Generaldirektor übergab Wallner im Jahr 2007 an Karl Stoss, der bis heute die Position ausfüllt. Zwischen 1990 und 2014 bekleidete Wallner die Position als ÖOC-Präsident, die er aufgab, als er den Ruhestand antrat.

Übernahme durch Novomatic nicht mehr miterleben

Vielleicht ist von Glück zu reden, wenn man bedenkt, dass Leo Wallner nun die übernahme des größten Aktienanteils der Casinos Austria durch den größten Rivalen Novomatic nicht mehr miterleben muss. In diesen Tagen haben alle den ehemaligen Casinos-Austria-Chef in guter Erinnerung und geben an, dass Wallner vor allem als Netzwerker und großer Diplomat in seiner Karrierelaufbahn überzeugen konnte. Nicht umsonst konnte Wallner sich sowohl in der Glücksspielbranche, als auch in der Politik und sogar in mehreren Aufsichtsräten dursetzen und auch heute noch einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

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