Während das Geschäft mit dem Glücksspiel vor Ort das ertragsreichste Geschäft für die Städte ist, kann es gleichzeitig komplette Existenzen einzelner Spieler zerstören. In Asien gilt die Spielsucht als gefährlichste aller Süchte, vielleicht nicht zuletzt deshalb, weil nirgends auf der Welt so viel um Geld gespielt wird, wie in Asien. Werbung in Asien warnt vor der Spielsucht, mit drastischen Methoden, um den Zuschauern die Augen zu öffnen und dennoch wird gezockt, teilweise bis hin zum kompletten Existenzverlust.

Die Glücksspielmetropole Macau in China hat dem Glücksspielmekka Las Vegas in Nevada bereits den Rang abgelaufen. Der Glücksspielmarkt in Asien befindet sich in einer enormen Wachstumsphase und hier ist bisher auch noch kein Ende in Sicht. Neben Spielcasinos in Macau sind auch das Online Gaming und das Mobile Glücksspiel heute in Asien sehr weit verbreitet. Das Glücksspiel selbst ist in Asien nach Angaben von Experten bisher nicht negativ besetzt, sondern gilt für die Chinesen zum Beispiel als moderate Freizeitbeschäftigung. Während in anderen Ländern nur in Casinos, Spielhallen und im Internet gezockt wird, ist das Glücksspiel für die Asiaten auch auf Familienfesten ein ganz normaler Standard.

In Singapur wurde das Glücksspiel schon vor einigen Jahren verboten, jedoch haben die Asiaten festgestellt, wie erträglich das Geschäft mit dem Glücksspiel vor allem auch für den Tourismus sein kann. Daher wurden direkt zwei große Casinos eröffnet, die eigentlich in erster Linie Touristen anlocken sollten.

Während die Eintrittspreise für Einheimische besonders hoch festgelegt wurden, waren es dennoch nicht nur Touristen, die die Casinos vor Ort aufsuchten. Die Anzahl der krankhaften Spieler ist im asiatischen Raum besonders hoch, erschreckend für die Regierungen vor Ort.

Auch auf den chinesischen Festland ist das Spielen um Geld verboten, nur in der Sonderverwaltungszone Macau, da ist das Glücksspiel gestattet, doch auch Verbote hindern die krankhaften Spieler nicht daran ihrer eigenen Lust auf das Glücksspiel zu frönen. Luxusschiffe mit Glücksspielangeboten haben sich bereits vor vielen Jahren in China etabliert, um so die Gesetze zu umgehen und den Spielern einen Platz zu bieten, um dem Glücksspiel ungehindert nachgehen zu können. Unterhaltungen und nettes Beisammensein stehen bei den Glücksspielern in Asien jedoch nicht im Vordergrund, hier wird sich auf das Spielen konzentriert, nüchtern und ruhig gehen die Spieler ihrer eigenen Spiellust nach, ohne gesellschaftlichen Faktor.

Auch in Bezug auf die Sportwetten hat sich in Asien ein großer Markt etabliert. Auf dem Schwarzmarkt können Wetten gesetzt werden, egal wie hoch und egal auf was. Eigentlich ist dieses Angebot in Singapur verboten und die Strafen sind sehr streng, daher sind die Zocker in dieser Region besonders vorsichtig und halten sich größtenteils an die Regelungen der Stadt.

In Singapur gibt es Hilfsangebote für krankhafte Spieler, wie zum Beispiel Selbsthilfegruppen und Hotlines. Auch gibt es die Möglichkeit der Spielersperren, die nicht nur durch den Spieler selbst in Anspruch genommen werden können, sondern wo auch Angehörige und der Staat darüber entscheiden können, welche Spieler in den Casinos gesperrt werden sollen.