Eigentlich ist nach den gesetzlichen Regelungen ein maximaler Spieleinsatz vorgeschrieben. Viele der Glücksspielanbieter wussten diese Regelung allerdings zu umgehen, indem der eingezahlte Betrag direkt in Punkte umgewandelt wurde. Durch die Umwandlung in Punkte konnte der maximale Spieleinsatz umgangen werden und die Spieler hatten die Möglichkeit, mehr Geld für das Spiel am Spielautomat einzuzahlen, als eigentlich erlaubt. Dieser Trick soll nun jedoch beseitigt werden, hierzu müssten zahlreiche Spielautomaten umgerüstet werden.

Mit der Umrüstung der Spielautomaten plant die schwarz-rote Regierung die Automatenindustrie in die Schranken zu weisen. Mit der Umrüstung der Spielautomaten soll zudem der Schutz vor der Spielsucht erhöht werden. Mehr als hunderttausend Spielautomaten müssen somit in Zukunft ausgetauscht oder wenn möglich umgerüstet werden. Diese Regelung wurde nun von Sigmar Gabriel (SPD) mit allen beteiligten Bundesministerien festgelegt und soll in naher Zukunft umgesetzt werden.

Suchtforscher bestätigten, dass die Umwandlung von Punkten die Suchtgefahr fördere. Bei der Umwandlung von Geldbeträgen in Punkte würden die Spieler den reellen Bezug zum eingeworfenen Geld verlieren. Dadurch würden die Verluste der Spieler auf Dauer höher ausfallen und die Suchtgefahr wäre verstärkt ausgeprägt. Aufgrund der hohen Suchtgefahr beim Punktespiel soll dieses in Deutschland nun generell verboten werden.

Fast alle Spielautomaten in Deutschland sind heute mit dem Punktespiel ausgestattet, wodurch nun zahlreiche Spielautomaten ersetzt und umgerüstet werden müssen. Die Pläne werden nun in der Neufassung der Spielverordnung zusammengefasst. Derzeit wird auf die Bestätigung der Europäischen Kommission gewartet, bis das Gesetz tatsächlich seine Gültigkeit erlangt und von den Spielbetrieben die Umrüstung eingeleitet werden muss.