Vor allem Frauen scheinen das Glücksspiel an den Geldspielgeräten für sich entdeckt zu haben, denn die Anzahl der Frauen, die diesen Glücksspielen nachgehen, ist im vergangenen Jahr angestiegen. In den letzten drei Jahren ist ein Anstieg des Umsatzes in Spielhallen um eine halbe Milliarde Euro zu bemerken, was sich nicht zuletzt auch durch die gute wirtschaftliche Lage in Deutschland erklären lässt.

Vor allem im Vergleich zu den staatlichen Spielbanken erfreuen sich die privaten Spielhallen viel größerer Beliebtheit, dies zeigen deutlich die Besucherzahlen und Umsätze. Bei der Ifo-Untersuchung war in den vergangenen Jahren besonders auffällig, dass die Unternehmen selber ihre Umsätze deutlich geringer einschätzen, als sie letztendlich sind. Die Zahlen, an denen man sich bei der Studie orientiert, sind die Zahlen, die von den Unternehmen angegeben werden. Die aktuellen Zahlen der Ifo-Untersuchung basieren auf tatsächlichen Umsatzsteueranmeldungen.

Negativer Effekt des Spielhallen-Booms

Nicht zu vergessen bei der erfreulichen Mitteilung für die Spielhallen ist es, dass die Spieler genau unter dieser Entwicklung leiden könnten. Spielhallen bieten für viele Spieler ein großes Risiko, denn gerade den Spielautomaten wird ein großes Suchtpotential zugesprochen. Es ist davon auszugehen, dass bei ansteigenden Besucherzahlen auch die Zahlen der Spielsüchtigen ansteigen. Nach Angaben von Suchtberatungsstellen sei auch hier der Zulauf größer geworden, sodass bereits deutlich zu erkennen ist, dass mit dem Boom des Glücksspiels auch die Anzahl der spielsüchtigen Personen steigt.