Die Uneinigkeit passt natürlich ganz besonders zu der aktuellen Europameisterschaft im Fußball, denn gerad jetzt sind die Gamer und auch die, die bisher noch nie gespielt haben, vom Wettfieber erfasst. Allein in Basel wettet fast jedes Büro, die Tippspiele boomen und die EM 2016 bietet hierfür natürlich die beste Kulisse.

Während die SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga regelmäßig vor der Spielsucht warnt und von einer Verschärfung der Gesetzgebung redet, scheint die links-grüne Regierung in Basel genau entgegengesetzter Meinung zu sein: es wird für eine großzügiger formulierte Gesetzgebung gestimmt, Spielsucht wird nicht befürchtet.

Es ist sogar die Rede davon, in Anbetracht des aktuellen Baseler Wettfiebers, dass die Wettmöglichkeiten erweitert werden könnten. In Zukunft soll demnach nicht mehr nur auf Spielausgänge beim Fußball gewettet werden können, sondern auch auf den Ausgang von Plastikenten-Rennen.

Änderungen des Geldspielgesetzes

In Basel soll das Geldspielgesetz geändert werden. Die Meinungen zu der Gesetzgebung sind offenkundig unterschiedlich, dennoch sind folgende Anpassungen geplant:

– Zulassung des Kleinspiels

– Spielbanken sollen Konzessionen auf Online-Spiele ausweiten können

– Sperrung des Zugangs zu ausländischen Portalen

– Zulassung kleiner Pokerturniere auch außerhalb von Spielbanken

– Verstärkung des Schutzes vor Gefahren der Geldspiele

– keine Besteuerung von Gewinnen aus Lotterien und Sportwetten

– Erträge der Geldspiele sollen der AHV, der IV sowie gemeinnützigen Zwecken zugutekommen

Die Veränderungen sollen nicht nur den Spielern und Anbietern Vorteile verschaffen, auch sollen diese bewirken, dass das Geld, welches im Glücksspiel umgesetzt wird, in der Schweiz bleibt. Aktuell spielt das Land mit dem Glücksspiel pro Jahr rund 387 Millionen Franken in die Kasse von Bund und Kantonen.