Begonnen haben die Diskussionen im Falle Dänemarks mit einem besonderen Fall, in dem der dänische Betreiber Royal Scandinavian Casino ?rhus die unterschiedlichen Besteuerungen für Live- und Online Casinos in Dänemark bemängelt hat. Diese unterschiedlich hohen Steuersätze bezeichnete der Betreiber vor Gericht als illegal. Als Grundlage für diese Behauptung wurden die Steuerabgaben dänischer Live-Casino-Betreiber mit denen ausländischer Online Casino Betreiber verglichen.

Hier wurde deutlich, dass die Betreiber dänischer Live-Casinos einen viel höheren Steuersatz zu entrichten hätten, als die nicht dänischen Anbieter. Durch die niedrigen Steuerabgaben für ausländische Anbieter hatte die dänische Regierung gehofft, mehr ausländische Anbieter nach Dänemark locken zu können. Von Seiten der EU-Kommission wurde dieses Angebot von Seiten der Regierung zuerst befürwortet. Aufgrund dieses Ungleichgewichts jedoch ging der dänische Betreiber Royal Scandinavian Casino Arhus vor Gericht und bemängelte hier die ungleiche Besteuerung der Angebote in Dänemark.

Rechtzuspruch für dänische Betreiber

Mit dem Schritt nach vorne von Seiten des Betreibers Royal Scandinavian Casino ?rhus könnte sich für die Anbieter in Dänemark einiges Verändern. Derzeit wird davon ausgegangen, dass der Betreiber vor Gericht Recht zugesprochen bekommen könnte. Dies wiederum würde bedeuten, dass sich nicht nur die Marktsituation in Dänemark für inländische Betreiber verbessern würde, auch könnte sich das Urteil auf den europäischen Glücksspielmarkt auswirken. Nicht nur in Dänemark sind unterschiedliche Steuersätze für Live- und Online-Casinos integriert beziehungsweise vorgesehen.

Die Märkte in den Niederlanden und in Portugal sollen in naher Zukunft liberalisiert werden. Die Regulierung vor Ort sieht ähnlich wie in Dänemark eine ungleiche Besteuerung vor. Sollte der Fall in Dänemark jedoch im Vorfeld zu Gunsten des Betreibers ausfallen, ist damit zu rechnen, dass auch die Verantwortlichen in Portugal und den Niederlanden ihre bevorstehende Regulierung und Gesetzgebung entsprechend anpassen werden.