Die Lizenznehmer erhielten damit die Erlaubnis Landesausspielungen mit Glücksspielautomaten durchzuführen. Zu glücklichen Lizenznehmern wurden somit kurz vor der Wahl die oberösterreichische "Amatic" und "Admiral", Tochterfirma von Novomatic. Doch die Freude hielt nun nicht lange, denn schon wieder wurde der Stein des kleinen Glücksspiels ins Rollen gebracht und zwar dieses Mal durch den Unabhängigen Verwaltungssenat (UVS).

Von Seiten der UVS wurden nun überraschend die Bescheide zur Vergabe der Kärntener Glücksspiellizenzen aufgehoben. Mit diesem Schritt ist es nun absehbar, dass ein langer Rechtsstreit in Bezug auf diese Thematik auf die Betroffenen zugerollt kommt und das Thema weiterhin brisant bleiben wird. Sowohl Experten als auch die neue Regierung hatte sich bereits mit der Vorstellung abgefunden, dass an der Situation in Bezug auf die vor der Landtagswahl entschiedene Lizenzvergabe nichts mehr zu ändern sei und dass die Lizenzen ab dem 1. Januar 2015 ihre Gültigkeit erlangen würden, doch dies scheint nun nicht mehr ganz so sicher zu sein.

Die Lizenzvergabe sei laut Merkur Entertainment nicht mit rechten Dingen zugegangen, dies wurde schon während des Vergabeverfahrens bemängelt. Als Teil der Deutschen Gauselmann Gruppe unterlag das Unternehmen den jetzigen Lizenznehmern. Dies schien nun für Merkur Entertainment auszureichen, um mit der eigenen Beschwerde beim UVS vorzusprechen. Dem Einspruch von Seiten Merkurs wurde durch die UVS stattgegeben. Das erneute Aufrollen der Thematik ist vor allem für die Lizenznehmer unerfreulich, die bereits ankündigten beim Verwaltungsgerichtshof (VwGH) Einspruch zu erheben.

Es gibt viele Parteien innerhalb des Landes, die sich bereits mehrfach für das Verbot des kleinen Glücksspiels ausgesprochen haben. Auch der Landeshauptmann Peter Kaiser (SPö) machte bereits mehrfach deutlich, dass es sinnvoll sei das kleine Glücksspiel generell zu verbieten. Hier sollen nun erneut die Möglichkeiten der Regierung geprüft werden. Auch wenn das generelle Verbot nicht durchzusetzen sei, so sollten dennoch Möglichkeiten wie die Verkürzung der Lizenzlaufzeiten in Betracht gezogen werden, so Kaiser.