Zuletzt gab es den Fall, dass diese mehrere illegal aufgestellte Geräte beschlagnahmt hatten, doch zum Zeitpunkt der Beschlagnahmung sei dies nicht rechtens gewesen und aus diesem Grund mussten etwa 1000 der beschlagnahmten Geräte wieder zurückgegeben werden. Solch ein Fehler soll der Regierung nicht ein zweites Mal passieren, weshalb der Landesrat Erich Schwärzler (öVP) angeordnet hat erst einmal noch abzuwarten, ob die Gesetzesnovelle tatsächlich bestehen bleiben und damit die Beschlagnahmung der Spielgeräte tatsächlich rechtens sein wird.

Die Behörden wollen dieses Mal wirklich sicher gehen, damit nicht wieder eine solche Panne passiert. Aus diesem Grund soll nun, trotz offizieller Gesetzesnovelle, mit Beschlagnahmungen von Glückspielgeräten erst noch gewartet werden. Es sei laut Schwärzer zu riskant, wieder Beschlagnahmungen vorzunehmen, wenn diese Strafen dann anschließend erneut aufgehoben werden würden. Aus diesem Grund wolle man nun zuerst einmal sicher gehen und ist aus diesem Grund im Gespräch mit dem Finanzministerium. Währen dieser Zeit der Unsicherheit sind die Behörden dazu angehalten, keine weiteren Beschlagnahmungen vorzunehmen.

Neben der Unsicherheit bei den Behörden herrscht auf Seiten des Automatenverbandes Wiederstand. Dieser hat bereits angekündigt, gegen die Gesetzesnovelle vorzugehen, denn diese sei nicht mit dem EU-Recht vereinbar. Schwärzler kündigte unterdessen an abzuwarten, bis weitere Entscheidungen gefällt werden. Es müsse erst Sicherheit in Bezug auf die Gesetzgebung herrschen, bevor weitere Kontrollen von Seiten der Behörden durchgeführt werden können. Grundsätzlich sei es jedoch geplant, die Kontrollen langfristig fortzusetzen, sollten die gesetzlichen regelungen dies in Zukunft tatsächlich zulassen.