Genau dies scheint nämlich der Plan der neuen Regierung zu sein. Die Abschaffung des liberalen Glücksspielgesetzes und damit verbunden die Rücknahme der ausgegebenen Lizenzen. Die rechtliche Situation in Bezug darauf ist allerdings noch unklar, weshalb derzeit nicht sicher ist, was tatsächlich in der nächsten Zeit passieren wird.

Die ersten Lizenzen in Schleswig-Holstein wurden bereits vor dem Regierungswechsel vergeben. Unter anderem haben Unternehmen wie mybet, bwin, Betfair, Oddset und Tipico eine Lizenz für das nordische Bundesland erhalten und bereits begonnen, ihr Glücksspielangebot vor Ort zu präsentieren.

Der Plan der neuen Regierung, diese Lizenzen einfach wieder zurückzuziehen, könnte jedoch für das gesamte Bundesland negative Folgen mit sich bringen, so warnt auch die ehemalige Regierung bestehend aus CDU und FDP. Die Anbieter würden eine Rücknahme der Lizenzen nicht einfach so hinnehmen und daher würden enorme Schadensersatzforderungen auf das Land zukommen. Dies wäre sowohl für die Anbieter, für das Land und vor allen auch die Bürger eine hohe Belastung.

Die neue Regierung plant dennoch die Rücknahme des Glücksspielgesetzes. Man wolle sich nun den anderen 15 Ministerpräsidenten anschließen und dem bundesweit geltenden Glücksspieländerungsstaatsvertrag folgen, so die neue Regierung. Der Glücksspielstaatsvertrag sollte bereits zu Beginn des Monats Juli 2012 wirksam werden, allerdings ist dieser Fall doch noch nicht eingetreten, da es noch Probleme in Nordrhein-Westphalen zu geben scheint.

Derzeit liegen trotz allem noch rund 45 Bewerbungen vor, die auf die Bearbeitung warten. Experten gehen davon aus, dass nun die Fristen bald abgelaufen sind und daher weitere Lizenzen vergeben werden müssen. Wie sich die Situation rund um den Glücksspielstaatsvertrag und das Glücksspielgesetz in Schleswig-Holstein entwickeln wird bleibt weiterhin unklar. Auch ist nicht gewiss, wo in Zukunft legal Sportwetten angeboten werden können und welche Anbieter dazu befugt sein werden. Es bleibt zu hoffen, dass diese Entscheidungen bereits in den nächsten Wochen fallen werden.