Die Gesetze sind eindeutig vorhanden, doch offensichtlich halte die Politik es nicht für notwendig diejenigen Anbieter zu bestrafen, die sich nicht an die Gesetze halten. Prof. Tilman Becker, der Leiter der Forschungsstelle an der Universität Hohenheim, machte mit seiner Kritik, dass die illegalen Glücksspielanbieter von der deutschen Politik geschont werden würden, seine Einstellung sehr deutlich.

Während demnach nach Meinung der Forschungsstelle Glücksspiel zu wenig bis gar nix gegen die illegalen Glücksspielanbieter unternommen wird, würden die legalen Anbieter rechtlich deutlich eingeschränkt werden. Auflagen und Regelungen würden den legalen Anbietern immer wieder Hürden in den Weg legen, gleichzeitig jedoch laufe das illegale Angebot ohne Einschränkung immer weiter.

Das illegale Glücksspiel ist in vielen Bundesländern ein scheinbar immer größer werdendes Problem. Die illegalen Anbieter sind bei den Spielern sehr beliebt, da hier keine Einschränkungen und Regelungen vorliegen. Dies führe dazu, dass auch immer mehr Jugendliche das illegale Glücksspielangebot nutzen, da dies das einzige Angebot ist, auf das auch Minderjährige Spieler Zugriff haben. Laut Suchtexperten ist es genau an dieser Stelle dringend notwendig einzuschreiten, so der Hinweis für die deutschen Politiker.

Die Forscher schlagen Lösungsansätze vor, um so gegen die aktuelle Problematik vorzugehen. Ein Vorschlag sieht die Einführung einer gemeinsamen Glücksspielkommission der Länder vor. Sollte dies eingeführt werden, so würde die Aufsicht dadurch gebündelt werden können.

Auch sollten die illegalen Anbieter nach Meinung der Forscher mehr verfolgt werden. So gäbe es Möglichkeiten, wie zum Beispiel ein Werbeverbot für illegale Anbieter und Zugriffsbeschränkungen oder -sperren für die Webseiten der illegalen Anbieter, die umgesetzt werden könnten, um so den Kampf gegen das illegale Glücksspiel stärker zu verfolgen.