In Deutschland gibt es auch Casinos, die mit einer Videoüberwachung ausgerüstet sind, bisher hat sich jedoch die überwachung durch das angestellte Personal besser bewährt. In Schleswig-Holstein kam es nun zur Diskussion rund um das Thema Videoüberwachung, welche im Zuge des Gesetzesentwurfs zur änderung des Spielbankengesetzes aufgeflammt ist.

Die Piratenfraktion hat sich im Anschluss an die Vorstellung des Gesetzesentwurfes zur änderung des Spielbankengesetzes gegen die vermehrte Videoüberwachung ausgesprochen. In einem Kommentar von dem innenpolitischen Sprecher der Piratenfraktion, Wolfgang Dudda, machte dieser deutlich, dass die Partei die Erhöhung der Videoüberwachung sowohl für unverhältnismäßig als auch für unnötig halte. Die Spielbankenüberwachung soll nach dem Gesetzesentwurf in Zukunft von einer auf zwei Wochen verdoppelt werden. Diese Verdopplung sei unnötig, da erst kürzlich bekannt wurde, dass im vergangen Jahr lediglich zwei Vorfälle in einer Spielbank mit Hilfe der Videoüberwachung aufgedeckt werden konnten.

Die überwachung der Spielbankenbesucher während des eigenen Freizeitvergnügens sei daher nicht nötig, da die Methode der überwachung bisher nicht sonderlich erfolgreich war. Dudda machte deutlich, dass die meisten Vorfälle bisher über das Personal aufgedeckt werden konnten. Die Partei gehe davon aus, dass der Personalabbau nun durch die Erhöhung der Videoüberwachung kompensiert werden solle. Die Ausweitung der Videoüberwachung innerhalb der Spielbanken sei damit laut Dudda vollkommen unnötig und würde die Unverhältnismäßigkeit weiterhin steigern.