Das Spielen im Netz erfreut sich großer Beliebtheit. Online Glücksspiel ist seit einigen Jahren der am schnellsten ansteigende Bereich des Glücksspiel Markts.

Betreiber von Sportwetten, Poker und anderen Vergnügungen operieren aber meistens in einer juristisch nicht definierten Zone, denn in der Europäischen Union ist in diesem Bereich kaum etwas strukturiert.

In einigen Staaten haben Privatunternehmen nicht die Möglichkeit, zu arbeiten und in anderen ist man gerade im Begriff, den Markt zu öffnen, um für den Fall von wirtschaftlichen Flauten Steuergelder zu schaffen.

Auch in Brüssel hat man eingesehen, dass eine Abstimmung des Glücksspiels dringend notwendig ist, in Österreich will man das Spiel im Internet zum Ende dieser Regierungszeit strukturieren. Der EuGH fällte in den vergangenen Jahren viele vorgebende Urteile in Bezug auf separate glücksspielrechtliche Vorgaben der Staaten.

In Österreich werden die Casinos Austria in Konsequenz des Falles Engelmann ihr Monopol verlieren, denn die Zulassungen für Casinos werden in Zukunft in ganz Europa bekannt gemacht.

In der Bundesrepublik ist es Privatbetreibern nicht gestattet, Sportwetten oder Lotto bereitzustellen und Online Glücksspiel und auch Werbung dafür sind untersagt. Deswegen muss der Glücksspielvertrag neu gestaltet werden.

Weil die Richter der EU sich immer nur mit einzelnen Schwierigkeiten befassen können, dominiert immer noch die Grauzone. Besonders die Anbieter von Online Wetten wie Bwin beispielsweise, machen sich schon seit geraumer Zeit für eine Regulierung in ganz Europa stark, nun könnte ihr Streben Erfolg haben.

Der Binnenmarktkommissar kündigte schon vor längerem einem Debattenbasis zum Thema Glücksspiel, ein "Grünbuch", an. Dieses will er laut Insidern zu Beginn des kommenden Jahres anstatt wie vorgesehen schon im November dieses Jahres einbringen.

Hierin enthalten die die Aufgaben der einzelnen Regulierungseinrichtungen im Zuge der Spielsucht- und Geldwäschebekämpfung und die Eindämmung von unrechtmäßigen Webseiten. Der Kommissar gibt an, dass man einsehen müsste, dass das Online Glücksspiel in Europa wirklich da sei.

Schon vor vier Jahren waren rund 15.000 Spielportale im Netz zu finden, davon haben fast alle keine Zulassung vorweisen können. Vor zwei Jahren machte man mit dem Online Glücksspiel in Europa mehr als 6 Milliarden Euro Gewinn.

Dies ist ein Marktanteil von 7,5 Prozent in der Branche. Die Glücksspielindustrie werde nach wie vor wachsen und wird voraussichtlich im Jahr 2015 doppelt so hoch sein wie heute. Deshalb sei es absolut notwendig kohärente Regeln auf EU-Niveau zu etablieren, wobei laut dem Kommissar besonders Konsistenz und Ehrlichkeit maßgebend seien.

Es könne nicht sein, dass ein Staat mit dem Vorwand, dass Spielen Suchtgefahren berge, neuen Anbietern den Zugang erschwere und dann dulde, dass der aktuelle Monopolinhaber eifrig Werbung für das aktive Spiel mache.