Der Entschluss des Europäischen Gerichtshofes räumt einer modernen Regulierung des Glücksspiels in der Bundesrepublik alle Hindernisse aus dem Weg. Betfair, das seinen Sitz in der britischen Hauptstadt hat und der größte Online Wettanbieter auf der Welt ist, freut sich über den Richterspruch des EuGH im Bezug auf das deutsche Glücksspiel.

Das Urteil bestärkt das Unternehmen, das täglich mithilfe von 2.300 Beschäftigen 6 Millionen Transaktionen durchführt, in seiner Ansicht, dass der Glücksspielvertrag offensichtlich dem Europarecht zuwiderläuft.

Nun ist die Politik an der Reihe. Die Ministerpräsidenten der Länder finden sich im Oktober zusammen um über den Fortbestand des deutschen Glücksspielbereiches zu reden. Mit einer Novellierung des Vertrags gibt es die Möglichkeit, ein effektives Regulierungssystem aufzubauen, welche es den Staats- und Privatanbieter zu gleichen Teilen gestattet, auf dem Wettmarkt aktiv zu sein.

Der Geschäftsführer von Betfair, das auch Casino, Games und Poker Exchange bereitstellt, in der Bundesrepublik und Zentraleuropa sagt, dass es besonders wichtig sei, eine moderne Regulierung für das Internet zu entwickeln.

In der Sportwettenbörse des Unternehmens können Sportfans aus aller Herren Länder direkt miteinander wetten und die Wettquoten dabei selbst festlegen. Schon heute setzen viele Millionen Deutschen ihre Wetten im Netz.

Mit dem Wettenprinzip 2.0 hat sich das Unternehmen 10 Jahre nach seiner Gründung 2000 zur weltweit größten Wettbörse gemausert. Ein komplettes Verbot hatte keinen Erfolg und verlagert die Schwierigkeiten nur in den Schwarzmarkt. Nur infolge einer staatliche Zulassung und Kontrolle von seriösen Anbietern könne gewährleistet werden, dass das Glücksspiel in geordnete Wege geleitet wird.

Betfair, das auch über Zulassungen in den strikt kontrollierten Märkten des Vereinigten Königreiches, Italien, österreich Malta und Australien verfügt, hat sich in der Bundesrepublik bereits in der Vergangenheit am offiziellen Konsultationsprozess in Bezug auf die Zukunft des Glücksspielbereichs beteiligt.

Das Unternehmen, bei dem mehr als 3 Millionen Menschen aus 140 Nationen angemeldet sind, wird auch in Zukunft versuchen, mit den Bundesländern ins Gespräch zu kommen, um in der Bundesrepublik eine zeitgemäße Regulierung des Glücksspiels auf die Beine zu stellen, die an den Interessen der Verbraucher angeglichen wird.

Das Unternehmen war zweimal Unternehmen des Jahres im Vereinigten Königreich und bekam 2003 und 2008 den Preis Queens Award.