Im EGR­Magazin wurde vor kurzem berichtet, dass einige der bevölkerungsreichsten US­Bundesstaaten die Zustimmung für neue US­Gesetzte im Bereich Online­Casino­Glücksspiel verweigern könnten. Das vermutet zmindest Jim Tabilio, Gründer der US­Pokerwähler (Poker Voters of America, kurz PVA). Vor kurzem hat dieser jedoch die PVA verlassen um unabhängig von der PVA Lobbyarbeit für neue Online Glücksspiel Vorschriften zu betreiben.

Selbst wenn größere Staaten wie Kalifornien, New York und Texas den neuen Gesetzen zustimmen, so sind sie mit großer Wahrscheinlickeit gezwungen, die im Gesetz vorgeschriebenen, einschränkenden 90­Tage­Rücktrittsklausen zu nutzen, so der EGR­Artikel.

Aufgrund der großen Bürokratien in diesen Staaten gehen die Arbeiten nur selten schnell genug voran, um die 90­Tage­Limits zu erfüllen, die die beiden aktuellen US­Gesetzentwürfe für Online­Glücksspiele von Barney Frank und Robert Menendez vorsehen.

Tabilio äußerte sich gegenüber der EGR wie folgt: "Die Politiker und Regulierungsbehörden, mit denen ich gesprochen habe, glauben, dass 90 Tage ein zu kurzer Zeitraum für die Umsetzung einer solchen Entscheidung sind."Außerdem fügte er hinzu: "Wenn diese Politiker unsicher sind, stimmen sie bei einer solchen Perspektive eher mit "Nein". So würden viele der Juristen in den Gesetzgebungsverfahren der US­Bundeßtaaten nur in Teilzeit für die Regierung arbeiten. Dies bedeutet dann, dass nur wenige Staaten, eine Entscheidung innerhalb von 90 Tagen treffen können und die Gouverneure müssen diese Gesetze dann automatisch ablehnen."

Tabilio war während seiner gesamten Karriere darauf fokussiert einen rechtlichen Rahmen für eine eigenständige Regulierung von Poker im US­Bundesstaat Kalifornien aufzubauen. Das heißt einerseits, dass er natürlich Insider­Informationen über den Ablauf solcher Prozesse in einem Bundesstaat hat, andererseits bedeutet dies aber auch, dass er ein besonderes Interesse daran haben könnte, dass das kalifornische Gesetz zum Online­Glücksspiel unabhängig von einem US­Bundesgesetz bleibt. Als Beispiel sei genannt, dass nach einem kalifornischen Gesetzentwurf für die Regulierung von Online­Poker, die Glücksspiellizenz für den gesamten Bundesstaat an nur ein einziges Unternehmen vergeben wird. Dieses Unternehmen wird wahrscheinlich bereit sein, dem Lobbyisten, der ihm einen solchen Vertrag ermöglicht, eine große Belohnung zu zahlen.