Seit gestern kümmert sich die Glückspielaufsicht um die Finanzen und Geschäfte der Sybilgroup, die die Spielhallen im Bundesland Sachsen aufkaufen wollte, dies sollte eigentlich schon zu Jahresbeginn über die Bühne gehen. Die Prüfungsbehörde fordert nun in einem mehrseitigen Schreiben, die zypriotisch-israelische Unternehmensgruppe auf, die Unklarheiten bei den Transaktionen zu beseitigen.

Die Bargeldreserve, die für drei Spielhallen vom Gesetzgeber gesetzlich festgelegt ist, wurde vom Unternehmen von 600.000 auf eine halbe Million Euro herabgesetzt. Dazu kommt noch, dass die Firma ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Casinos noch nicht nachgekommen ist. Der Finanzminister ist fest entschlossen, dem Besitzer die Lizenz zu entziehen, wenn die Summe, die schon vor zwei Monaten hätte bezahlt werden müssen, bis Montag nicht auf dem Konto vorliegt.

Ein Ministeriumssprecher bekräftigte zudem, dass die Aufsichtsbehörde für Casino, vom Käufer verlangt, die offenen Fragen zu beantworten. Das Innenministerium sprach sich schon einmal für den Sybel Manager Sadeh als Geschäftsvorstand aus, ungeachtet aller Probleme. Dabei sei aber nur die persönliche Eignung für den Posten ausschlaggebend gewesen, die Abläufe in Casinos waren nur von geringem Interesse. Durch die jetzigen Schwierigkeiten wird die Seriosität des Unternehmens massiv in Frage gestellt.

Wenn das Geld bis Montag nicht da ist, muss geklärt werden, wie vertrauenswürdig der Käufer ist und er wird auf seine Verlässlichkeit hin überprüft werden. Wenn es ganz hart kommt, wird der Gruppe die Lizenz für Glücksspiel entzogen. Doch Sachsen wird nicht darunter leiden, denn Sybil hat zur Sicherheit 2 Millionen hinterlegt, womit die entstanden Kosten gedeckt werden.