Da die bestehenden Pokerkasinos unter den Bestandsschutz fallen, läuft die Konzession entsprechender Anbieter maximal noch bis zum Jahr 2019. Wieso das Pokerspiel zwischen Anbietern und Gesetzgebern so großen Streit auslöst? Hierfür gibt es gleich mehrere Gründe:

– mehrmals geändertes Glücksspielgesetz

– Finanz ist der Überzeugung, dass Poker ein konzessionspflichtiges Glücksspiel ist

– Kasinos wehrten sich jahrelang erfolgreich vor Gericht

– Anbieter sind überzeugt, dass sie gegen Gebühr nur die Infrastruktur für die Pokerspieler liefern würden

– ein normaler Gewerbeschein sollte ausreichend sein für Pokerkasinos

– Parlament beschloss Übergangsfrist für Pokerkasinos

– wer vor dem 1. Januar 2013 eine gewerberechtliche Bewilligung hatte, darf seine Kasinos noch bis Ende 2019 betreiben

– nur Inhaber von Kasinolizenzen dürfen dann noch Poker anbieten

Trotzdem die neue und gleichzeitig letzte Übergangsfrist beschlossen wurde, gibt es dennoch weiterhin Wachstum im Bereich des Pokerangebots. Neue Pokerkasinos werden eröffnet, ungeachtet der Gesetzgebung. Wie das möglich ist? Anbieter verlassen sich auf die Auslegung des Gewerberechts und gehen davon aus, dass eine Gewerbeberechtigung für einen Standort bedeutet, dieses Gewerbe in weiteren Betriebsstätten auszuüben.

Offensichtlich ist dies eine Gesetzeslücke, die vom Parlament nicht bedacht wurde und den Pokeranbietern Sicherheit bietet. Dies bedeutet gleichermaßen, dass davon auszugehen ist, dass das Pokerangebot in Wien weiterhin wachsen wird.