Glücksspielanbieter der Automatenindustrie, wie zum Beispiel Novomatic, halten dieses Verbot jedoch nicht für gesetzmäßig und haben nicht nur im Vorfeld bereits Millionenklagen angedroht, sondern darüber hinaus festgelegt, dass die eigenen Automaten in 2015 erst einmal nicht abgebaut werden, trotzdem das Land mit Strafen gedroht hat. Um den Jugend- und Spielerschutz dennoch zu verbessern hat der Konzern beschlossen Gelder in biometrische Zugangssysteme zu investieren.

Fortbestand der Automaten in Wien

Novomatic hatte im Vorfeld bereits mit Klagen im dreistelligen Millionenbereich gedroht. Der neue Plan, Zugangssysteme in die eigenen Automaten zu integrieren, wirkt auf viele nun wie mit der Politik abgesprochen. Experten gehen davon aus, dass Novomatic diese freiwillige Investition in Absprache mit der Regierung tätigt.

So könnte der Glücksspielkonzern sich auf der einen Seite vor hohen Strafen schützen und die Regierung könnte auf diese Art und Weise die Millionenklage des Konzerns abwenden. Hierbei handelt es sich jedoch bisher lediglich um Vermutungen, denn von Seiten Novomatics wurde bisher nur angegeben, dass die Investition in die Zugangssysteme freiwillig getätigt wurde und keiner gesetzlichen Verpflichtung unterliege.

Weitere Gerüchte besagen, dass sich in Zukunft, aufgrund der anstehenden Wahlen, etwas in Bezug auf die Regierung in Wien ändern könnte. Demnach würde es in naher Zukunft ein neues politisches Umfeld geben.

Unter diesen Umständen könnte der Plan von Novomatic, wenn es denn tatsächlich einer ist, aufgehen, denn es wird damit gerechnet, dass die Automaten dann nicht eingezogen würden, wenn der Jugend- und Spielerschutz durch Systeme dieser Art verbessert werden könnten. Es bleibt spannend, inwieweit sich das Verbot der Automaten in Wien durchsetzen lässt oder ob vor Ort erneute Veränderungen bevorstehen werden.