Nach den neuen Regelungen sollen Einzelaufstellungen von Spielautomaten in der Steiermark ab dem Jahr 2016 verboten sein. Dies soll bewirken, dass in Gastronomiebetrieben und Gaststätten keine Automaten mehr zu finden sein werden. Um jedoch kein generelles Verbot damit zu bewirken, sollen ab 2016 Mini-Casinos erlaubt sein in denen auch der maximale Einsatz höher ausfallen soll, als bisher festgelegt.

Im Bundesgesetz ist geregelt, dass die Anzahl der Automaten auf ein Maximum von knapp über 1000 Spielgeräten beschränkt werden soll. Der maximale Spieleinsatz wurde auf einen Betrag in Höhe von zehn Euro festgelegt. Somit würden weiterhin Gelder aus dem kleinen Glücksspiel in die Staatskassen fließen, allerdings nicht mehr zu den Ländern und Gemeinden, sondern direkt zum Finanzministerium. In der Steiermark ist es geplant drei Lizenzen für jeweils 12 Jahre zu vergeben. Diese Lizenzen sollen es gestatten, Spielautomaten in sogenannten Mini-Casinos aufzustellen, jedoch die Aufstellung von Spielautomaten in Tankstellen und Gasthäusern verhindern.

Die Grünen und die KPÖ hatten in der Vergangenheit für ein generelles Verbot des kleinen Glücksspiels gekämpft. Allerdings wurde seitens der Regierung Druck auf diejenigen Ausgeübt, die ein Verbot in Betracht zogen, denn es wurde mit einer zentral gesteuerten Video Lotterie Terminal-Aufstellung gedroht, für die österreichweit nur eine Lizenz vergeben werden sollte.

Nun, da die KPÖ und die Grünen sich in der Steiermark gegen das generelle Verbot entschieden haben, bringt die Veränderung für das Land zwar eine Verbesserung, jedoch würde die Spielsuchtproblematik in den Augen der Politiker auf diese Weise nicht ausreichend bekämpft sondern eher noch verschlimmert werden.