Diese Pläne sollen beim SP-Parteitag im Herbst offen dargelegt werden. Die Grünen scheinen diese Pläne begeistert aufzunehmen, jedoch gibt es Bedenken von Seiten der ÖVP. In Wien ist noch bis zum Jahr 2015 Zeit und bis dahin müssen dann restlos alle Glücksspielautomaten beseitigt worden sein, so sieht es das neue Gesetz vor.

Im Bundesparteitag im Herbst soll nun der nächste Schritt angegangen werden. Bei diesem handelt es sich um das Verbot von Spielautomaten in ganz Österreich. Derzeit können Spieler noch problemlos an den Einarmigen Banditen spielen und so oft sie wollen jeweils 10 Euro pro Spiel setzen. Eingeleitet wurde die Diskussion um das angestrebte Verbot von Nikolaus Kowall und Michael Heiling.

Jugendorganisationen wie SJ und VSStÖ sowie die steirische Landesorganisation befürworten die Pläne der SPÖ und stimmen somit für das Auslaufen des kleinen Glücksspiels in Österreich.

Um dieses Verbot durchsetzen zu können, sollen in Zukunft die Paragrafen 5 und 12a im Bundes Glücksspielgesetz gestrichen werden. Zusätzlich zu den einarmigen Banditen würden dann auch Videolotterie-Terminals und zentral gesteuerte Automaten unter das Verbot fallen.Der ÖVP-Finanzsprecher machte deutlich, dass dieser noch einige Bedenken hege. Durch das kleine Glücksspiel nimmt das Land jährlich Steuereinnahmen in Höhe von 200 Millionen Euro ein. Diese würden mit dem Verbot dann in Zukunft wegfallen.

Hier wird außerdem die Gefahr gesehen, dass dieser Bereich des Glücksspiels in eine Grauzone abgedrängt werden könnte, wodurch dem Staat dann auch die Kontrollmöglichkeit verloren gehen würde.

Von Seiten der Grünen gab es im Gegensatz dazu durchaus positive Reaktionen. Hier halte man den Vorschlag der ÖVP für eine gute Initiative, vor allem in Bezug auf das Ziel das Glücksspiel einzudämmen. Von Seiten der BZÖ, die als liberale partei bekannt ist, hierß es hingegen, dass diese sich gegen ein generelles Verbot grundsätzlich ausspreche.