Das Gesetz wurde durch 15 der insgesamt 16 Ministerpräsidenten unterzeichnet. Einzige Ausnahme ist das Bundesland Schleswig-Holstein.

Hier wurde bereits im letzten Jahr das eigene Glücksspielgesetz verabschiedet, welches die vollständige Liberalisierung vorsieht. Daher sind in dem nordischen Bundesland bereits private Sportwettenangebote, als auch Online Lotto, Poker und Online Casinos erlaubt.

Durch das Angebot von Lotto im Internet, erhoffen sich die Verantwortlichen zusätzliche Umsätze. Mit dem vielfältigen Lottoangebot sollen neue Kunden, auf das Angebot aufmerksam gemacht werden und die verantwortlichen erhoffen sich zusätzlich auch ehemalige Kunden wieder für das Lottoangebot begeistern zu können.

Insgesamt 23 Prozent der Erträge werden als festgelegter Betrag für gemeinnützige Zwecke, Kunst, Kultur und Sport verwendet. In dem Gesetz selber, dem Glücksspielstaatsvertrag, steht geschrieben, dass es das Ziel des Gesetzes sein soll, die Spielsucht zu verringern, zu vermeiden und die Spielsuchtgefahr für die Spieler zu minimieren.

Während das Lottospiel im Internet in Deutschland noch verboten war, gab es dennoch unzählige Anbieter, die dieses Verbot geschickt umgingen. So meldeten sich die Anbieter mit Sitz im Ausland an, womit das Angebot gestattet wurde und der tatsächliche Firmensitz wurde von den Behörden nicht nachgeprüft. Diese Nische wurde von vielen Anbietern genutzt und mit der Neuregelung wollen die Verantwortlichen auch gegen diese illegalen Angebote vorgehen.

Die Umsetzung des legalen Lottos im Internet wurde bereits begonnen, denn in Bremen und Hessen können Lottotipps bereits online abgegeben werden. In den anderen Bundesländern muss erst die Zustimmung der Landesregierungen erfolgen, bevor die Anbieter ihr Lottoangebot im Internet präsentieren können.

Geplant ist es die Lottospieler über die zentrale Lottowebseite zu den jeweiligen Anbietern weiterzuleiten und den Spielern so die Möglichkeit zu geben, online ihre Tipps abzugeben.