Auch in Freiburg gibt es zahlreiche Wettbüros, die in der rechtlichen Grauzone agieren. In der Vergangenheit hatte die Stadt ein Vergnügungsstättenkonzept entwickelt, mit welchem die Branche reguliert und vor allem auf die Kernstadt reduziert werden sollte. Das Konzept ist gescheitert und Konzessionen wurden hier nicht vergeben. Soll die Stadt nun auf die bundesweite Regulierung hoffen oder weitere Konzepte entwickeln und ausprobieren?

Die Unsicherheit ist in vielen Städten Deutschlands zu spüren, so auch in Freiburg. Wenn es um die Regulierung von privaten Glücksspielangeboten in der Stadt geht, können viele der Verantwortlichen nur noch den Kopf schütteln. Bereits mit dem ersten Glücksspieländerungsstaatsvertrag sollten Lizenzen an private Anbieter vergeben werden, allerdings wurden diese Konzessionen niemals vergeben. Eigentlich bedeutet dies, dass somit keine Erlaubnis für Wettbüros vorliegt, jedoch wurde das Verfahren der Lizenzvergabe aufgrund von Klagen unterlegener Konkurrenten gestoppt und so gibt es auch für das Regierungspräsidium Karlsruhe (RP) heute keine Möglichkeit, gegen illegale Wettbüros vorzugehen.

Betreiber nutzen Schlupfwinkel

Die Unsicherheit bei den Verantwortlichen sorgt auch für Unsicherheit bei den Betreibern. Da bisher jedoch kaum gegen die Betreiber von Wettbüros oder Wettannahmestellen vorgegangen wird, nutzen die Betreiber jeden Schlupfwinkel, um ihr Angebot weiterhin vor Ort präsentieren zu können. Durch die bundesweite Unsicherheit gibt es jedoch auch für die Verantwortlichen der Stadt kaum Mittel und Wege dagegen wirklich vorzugehen.

Während viele der Wettbüros und Lotto- und Wettannahmestellen umgewandelt wurden, ist in den Etablissement weiterhin das gleiche Angebot in Bezug auf Wetten vorzufinden. Da es eine Grauzone ist, ist das Angebot zwar bis heute nicht wirklich erlaubt, strafbar macht sich deshalb allerdings auch keiner der Betreiber. Verantwortliche der Stadt hoffen auf eine baldige Lösung für das Problem mit der Grauzone.