Hiergegen wehrt sich Engens Bürgermeister Johannes Moser doch stark, denn er sei überzeugt davon, dass hierfür andere Institutionen zuständig seien. An sich klingt es jedoch eigentlich nach gar keiner schlechten Idee, dass Gelder aus dem Glücksspiel für die Prävention im Bereich des Glücksspiels eingesetzt werden könnten, oder?

Im Engener Gemeinderat halte man die Investition in Präventionsmaßnahmen für eine sinnvolle Lösung. Der Antrag hierzu wurde im Rahmen der Haushaltsberatung von Seiten der CDU gestellt. Dieser Antrag führte innerhalb des Gremiums zu regen Diskussionen und wurde aus diesem Grund vertagt und in den Gemeinderat weitergeleitet.

Gründe für das Anliegen der CDU:

– deutlich gestiegenen außerordentlichen Einnahmen bei der Vergnügungssteuer

– könnte in Teilen in sozialen Bereichen und auch in der Prävention von Suchtspielern eingesetzt werden

– eine Vielzahl von Spielern verspielen Haus und Hof

– Unterstützung der Arbeit der BWLV (Baden-Württembergischer Landesverband für Prävention und Rehabilitation)

Die Idee dahinter kann als sehr löblich bezeichnet werden, denn mit dem zusätzlich eingenommen Geld sollen zusätzlich soziale Bereiche und eben auch die Prävention unterstützt werden. Der Bürgermeister jedoch sieht dies nicht in seiner Verantwortung, denn das Geld der Stadt sollte seiner Ansicht nach in Bereiche eingesetzt werden, die nicht zu den Aufgaben der Stadt gehören. Nach Angaben Mosers sei dies die Aufgabe des Landkreises und nicht die Aufgabe der Stadt.

Darüber hinaus kritisierte Moser, dass das Geld durch die Investition in die Suchtprävention nicht nur der heimischen Bevölkerung zu Gute kommen würde, sondern durch die Nutzung des Angebots von zahlreichen Touristen somit ins Leere geblasen würde. Seiner Meinung nach würde die Stadt diesen Bereich schon auf verschiedenen Wegen bezuschussen, in Form von Zahlungen an Jugendpflege, Schulsozialarbeit sowie Suchtprävention.